Usability: Erfolgsfaktor für Unternehmen
24. Januar 2007 von Sebastian PreussDie Geschäftsprozesse von Unternehmen werden zunehmend durch technische Anwendungen und Programme unterstützt oder sogar komplett abgebildet. Die Funktionsfähigkeit dieser Anwendungen hat daher auch einen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Auswirkungen der Technik machen sich direkt – positiv oder negativ – wirtschaftlich bemerkbar.
Besonders bei E-Commerce-Anwendungen wie Online-Shops können negative wirtschaftliche Auswirkungen schlecht funktionierender Technik enorm sein. Denn funktioniert der Shop nicht, können die Kunden auch nichts kaufen. Zum tatsächlichen Ausmaß dieses Problems schreibt DIE ZEIT:
„27 Prozent aller Kaufversuche im Internet werden abgebrochen, weil die Käufer nicht finden, was sie suchen, obwohl der Anbieter das Produkt im Sortiment führt. So fand es das amerikanische Beratungsunternehmen Cymfony heraus. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft berichtet, dass 40 Prozent den Kaufprozess vorzeitig beenden, weil die Bestellabwicklung zu kompliziert ist oder die Technik ausfällt.“
Aus Sicht der Unternehmen handelt es sich hier um entgangene Geschäfte. Dass es dabei nicht um Peanuts geht, sollte Motivation genug sein, um einmal nach dem „Warum“ zu fragen:
Probleme dieser Art kommen oft durch eine schwierige oder mangelhafte Kommunikation zwischen der Anwendung und dem Anwender selbst zustande. Im schlechtesten Fall sprechen beide sehr unterschiedliche Sprachen und es gibt keinen Übersetzer. An diesem Punkt kommt der Begriff Usability ins Spiel. Usability lässt sich am besten mit Gebrauchstauglichkeit übersetzen. Damit ist der Zustand einer funktionierenden Kommunikation zwischen Anwendung und Anwender gemeint. Ist die Usability einer Anwendung hoch, sprechen beide die gleiche Sprache. Der Anwender kann mit der Anwendung ohne Probleme umgehen und wirtschaftliche Schäden können so vermieden werden. Unternehmen kommen daher zunehmend zu der Erkenntnis, dass eine Investition in Usability nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld spart.
Genormte Usability: DIN EN ISO 9241
Eine Definition des Begriffs findet sich in der ISO-Norm „DIN EN ISO 9241 Teil 11“:
„Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und mit Zufriedenheit zu erreichen.“
- Die Effektivität gibt Aufschluss darüber, ob der User mit der Benutzung einer Anwendung seine individuellen Ziele erreicht. Es geht also darum, ob die Anwendung dem User überhaupt einen Nutzen bieten kann.
- Die Effizienz beschreibt, wie gut/einfach/schnell/eindeutig eine Anwendung durch den User zu bedienen ist. Sie lässt sich auch in Messgrößen darstellen, z.B. benötigte Zeit oder Klicks bis zur Zielerreichung.
- Die Zufriedenheit ist ein individuelles, subjektbezogenes Gefühl beim Benutzen einer Anwendung. Im Allgemeinen lässt sich ein Gefühl nur schwer messen. Es konnte jedoch auch festgestellt werden, dass teilweise einheitliche Erwartungshaltungen der User bestehen – z.B. bei der Anordnung einzelner Elemente einer Website.
Website Usability
Die Beschreibung des Begriffs Usability in der DIN-Norm kann grundsätzlich auf jedes Produkt angewandt werden. Für eine Website müssen die Usability-Merkmale (Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit) individuell definiert werden. Dabei kann auf allgemeingültige Konventionen und wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgegriffen werden. Vor allem Jakob Nielsen hat sich mit seiner langjährigen Erfahrung und unzähligen durchgeführten Untersuchungen als Usability-Experte einen Namen gemacht.
Um die Usability einer Website zu erhöhen, können verschiedene Verfahren eingesetzt werden, die signifikante Mängel identifizieren. Auf dieser Grundlage lassen sich Maßnahmen entwickeln, mit deren Hilfe größere Nutzungsprobleme behoben werden können. Auch //SEIBERT/MEDIA bietet verschiedene Usability-Leistungen an. Für eine individuelle Beratung können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen!
Weiterführende Informationen zum Thema Usability:





Am 5. September 2007 um 17:27 Uhr
[...] Bisher konnte //SEIBERT/MEDIA den Reiseveranstalter durch den Gestaltungsentwurf und die Implementierung eines Weblogs und eines Online-Forums unterstützen. Das dabei entwickelte Gestaltungskonzept und die Unternehmenspositionierung überzeugten den Kunden so sehr, dass daraufhin auch die offizielle SnowTrex-Website von //SEIBERT/MEDIA überarbeitet wurde. Auf Basis einer Usabilityanalyse konnten auch für die Buchungsmaschine Verbesserungen entwickelt werden. Ein individuell konzipierter und gestalteter Website-Generator soll es SnowTrex-Partnern ermöglichen, den SnowTrex-Content auf ihrer eigenen Seite in individuellem Layout auszustrahlen. [...]
Am 18. Oktober 2007 um 14:41 Uhr
[...] Entwicklung liegt eine große Herausforderung in Hinsicht auf die Gestaltung und den Ausbau von Usability-Leistungen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich immer mehr ältere Personen der Herausforderung Internet [...]
Am 26. November 2007 um 08:46 Uhr
[...] haben Captchas den Nachteil, dass sie die Usability massiv einschränken. Captchas bilden für Menschen mit einer Sehschwäche oft unüberwindbare [...]
Am 12. Dezember 2007 um 07:24 Uhr
[...] man sich nicht über die negativen Auswirkungen im Klaren, die die Integration von Musik auf die Usability eines Internetauftritts [...]
Am 17. Dezember 2007 um 07:29 Uhr
[...] konkreten Optimierungsvorschlägen formuliert, die beim Relaunch von http://www.genobuy.de im Sinne einer noch besseren Usability schon berücksichtigt wurden und noch [...]
Am 9. Januar 2008 um 10:42 Uhr
[...] war beauftragt, im Rahmen eines User-Tests die Usability des Flugbuchungs-Engine auf http://www.statravel.de zu analysieren. Diese Fluchbuchungs-Maschine ist eines [...]
Am 28. Januar 2008 um 10:26 Uhr
[...] unterschätzen nach wie vor zahlreiche Unternehmen den Erfolgsfaktor Usability. Dabei lassen sich die wesentlichen Argumente für eine gute Usability doch bereits in schnöden [...]
Am 30. Januar 2008 um 10:27 Uhr
[...] einer Untersuchung der Nielsen Norman Group sollten etwa 10% der Projektkosten für Usability reserviert werden (S. 4). Das gilt laut Norman für fast alle Projekte. Die Untersuchungsgruppe mit [...]
Am 8. Februar 2008 um 10:44 Uhr
[...] Frage nach dem “typischen Blickverlauf” auf Websites führt in der Usability-Forschung immer wieder zu emotionalen Diskussionen. 2006 hat der Usability-Experte Jakob Nielsen [...]
Am 31. Juli 2008 um 15:57 Uhr
[...] sind. Die komplexere Gestaltung der Captchas hat damit auch negative Auswirkungen auf die Usability [...]
Am 12. Februar 2010 um 11:57 Uhr
[...] zahllosen Stellen im Web und auch in diesem Blog ist immer wieder die Rede von der Bedeutung von Usability und der Notwendigkeit eines professionellen Designs für Unternehmen, die im Internet erfolgreich [...]