Vorteile von RSS-Feeds

25. Oktober 2007 von Martin Seibert

Jedem Betreiber einer Website ist daran gelegen, dass regelmäßige Nutzer über Neuigkeiten und aktuelle Inhalte informiert werden. Die nutzerfreundliche, praktische und kostengünstige Alternative zu Newslettern und Mailinglisten ist die Informationsweitergabe über RSS-Feeds, deren 10 wesentliche Vorteile hier aufgeführt werden.

1. Schneller Überblick

  • RSS-Feeds gewährleisten einen schnellen Überblick über neue Informationen. Neuerungen werden automatisch auf das gewählte Endgerät geladen werden und sind über den Feedreader zugänglich. Der Reader ist die zentrale Schnittstelle, in der alle neuen Informationen zusammenlaufen.

2. Individuelle Einstellungsmöglichkeiten

  • Feedreader sind konfigurierbar. Der Nutzer bestimmt die Zeitabstände, in denen die Websites oder deren bestimmte Teile nach Neuigkeiten abgesucht werden. Neue Inhalte nimmt der Abonnent wahr, wann er es möchte und nicht – wie etwa beim Versand eines Newsletters –, wenn der Betreiber einer Site es will.

3. Automatisch aktuell

  • Wer zahlreiche Quellen im Auge behalten möchte oder muss, unter denen sich mitunter viele befinden, die relativ selten oder vergleichsweise unregelmäßig aktualisiert werden, spart erheblich viel Zeit. Das manuelle Aufrufen aller Links entfällt, da die betreffenden Seiten via RSS automatisch auf Updates gescannt werden. Der Nutzer sucht nicht nach News – die News kommen zu ihm.

4. Zeitersparnis

  • RSS-Feeds enthalten gegebenenfalls diejenigen Neuigkeiten von denjenigen Pages, die der Abonnent haben möchte. Es ist nicht nötig, eine vollständige Website oder einen kompletten Newsletter nach für den Nutzer wesentlichen Informationen abzusuchen.

5. Anonymität

  • Der Sender sieht nicht, wer seine Informationen über den RSS-Feed empfängt. Die Initiative zum Empfang von Feeds geht nicht vom Sender, sondern vom Empfänger selbst aus, der den Feed angewählt hat. So entfallen beispielsweise die Preisgabe von E-Mail-Adressen und deren Verifizierung.

6. Unkomplizierte An- und Abmeldung

  • Abonnements bzw. deren Änderung oder Kündigung sind rasch und problemlos durch die Vornahme der jeweiligen Einstellungen im Feedreader möglich. Die Anmeldung geschieht in der Regel unkompliziert über das RSS-Symbol in der Adresszeile.

7. Kostenersparnis

  • Der Betreiber einer Website profitiert dagegen von RSS-Feeds durch den wesentlich geringeren Verwaltungsaufwand und die damit verbundenen niedrigeren Kosten. So wird beispielsweise eine Software für die Verwaltung von E-Mail-Adressen überflüssig.

8. Technische Flexibilität

  • Dank der Flexibilität zeitgemäßer Feedreader ist es dem Leser möglich, auch E-Mails als RSS-Feed zu behandeln, die als herkömmliche Newsletter versendet werden. Diese werden im Reader wie Feeds behandelt und angezeigt.

9. Komfortable Weiterverarbeitung

  • Die vielfältigen Funktionen leistungsfähiger Reader wie Ablagesystem, Kommentierungsmöglichkeit oder Markierungsoption gewährleisten die unkomplizierte Weiterverarbeitung von Informationen.

10. Strukturelle Einheitlichkeit

  • Feedreader zeichnen sich durch ihre weitgehend einheitliche Struktur aus, die dem Nutzer die Orientierung erleichtert. Das ermöglicht dem Leser die Konzentration auf das Wesentliche, nämlich die Inhalte, ohne sich von wechselnden Oberflächen ablenken lassen zu müssen.

Insbesondere das Einsparpotenzial an Zeit und Aufwand für den Nutzer von RSS-Feeds veranschaulicht der folgende Film zusammenfassend.

Die noch geringe Verbreitung von RSS-Feeds im Internet schränkt deren Nutzbarkeit nicht ein und nimmt deren Empfänger keinerlei Vorteile. Im Gegenteil: Sowohl Sender als Abonnent sind bereits frühzeitig auf eine neue Entwicklung vorbereitet und haben die Gelegenheit, sich umfassend einzuarbeiten. Erfahrungsgemäß empfehlen sich als Feedreader der Google Reader und Bloglines, das über E-Mail-Unterstützung verfügt und wohl zukünftig eine tragende Rolle einnehmen wird.

Idee und Argumente von Martin Seibert. Text und Operationalisierung von Matthias Rauer.

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2 Reaktionen zu diesem Beitrag

  1. Paul Herwarth von Bittenfeld

    Aufgrund der genannten Punkte würde ich RSS-Feeds auch nicht mehr missen wollen. Interessant wäre noch eine Gegenüberstellung RSS-Feeds vs. E-Mail, wenn es um reine Standard-Benachrichtigungsmails geht.


  2. Gerrit

    Nützlicher wäre vielleicht noch ein kleiner Hinweis auf das orangene oder blaue oder graue RSS-Logo neben der Internetadresse gewesen. Viele Nutzer wissen nämlich nicht, was das eigentlich ist und was sie damit machen können.


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