Linkpopularität und Suchmaschinenerfolg Teil 3: Was gute Inhalte und intensive Arbeit bewirken

9. April 2008 von Martin Seibert

Wer Recht hat, hat Recht

Die Linkpopularität ist nicht nur durch aggressive Methoden und zweifelhafte Tricks beeinflussbar, sondern kann auf legalem und seriösem Wege viel nachhaltiger und dauerhafter gesteigert werden.

Doch viele Webseiten-Betreiber sind sich noch nicht darüber im Klaren, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Linkpopularität einer Website und ihren guten Inhalten besteht. Ein nicht ganz unbekannter Unternehmer und Zeitgenosse hat vor einigen Jahren die medienwirksame Formulierung „Content is king“ geprägt. Und damit hat er schlicht und einfach Recht.

Gute Inhalte sprechen für sich

Die wirksamste (und aufwändigste Methode) zur dauerhaften Steigerung der Linkpopularität besteht darin, die Inhalte der eigenen Website so interessant zu gestalten, dass Besucher sie von sich aus weiterempfehlen, darüber schreiben, sie in ihren Blogs zitieren usw. Ist eine Internetseite inhaltlich hochwertig und bietet sie den Nutzern einen konkreten Mehrwert, wird ein Teil der User sie von ganz allein auf Social Bookmarking Plattformen bookmarken, auf den eigenen Websites verlinken, in den eigenen Weblogs auf sie hinweisen oder zitieren – und so letztlich anderen Menschen zugänglich machen.

Wertvolle und kompetente Inhalte, die auf den Besucher, nicht auf die Suchmaschine zugeschnitten sind, führen dazu, dass User News-Feeds abonnieren, Newsletter bestellen, Lesezeichen anlegen oder die betreffende Site weiterempfehlen. All das wirkt sich letztlich auf den Bekanntheitsgrad und damit mittelbar auf die Linkpopularität aus.

Themenrelevante Backlinks für langfristige Wirkung

Im letzten SEO-Artikel habe ich von Linkkauf gesprochen, bei dem das thematische Umfeld für beide Seiten (Käufer und Verkäufer) in aller Regel nicht die geringste Rolle spielt. Auf den ersten Blick steigert diese gefährliche und teure Maßnahme tatsächlich das eigene Ranking, sie steuert aber nicht das Geringste zur Erhöhung Ihrer Bekanntheit innerhalb Ihrer eigentlichen Zielgruppe bei.

Wer switcht beispielsweise von einem prominenten Musik-Portal zur Website eines Dienstleisters, die inhaltlich mit der verlinkenden Seite nichts zu tun hat und die allermeisten User auch gar nicht interessiert? Besucher, die sich mit dieser Web-Präsenz ausführlich beschäftigen und diese aktiv weiterempfehlen, lassen sich so zunächst nicht gewinnen. Und wenn der Linkverkäufer unvermittelt mit einer PageRank-Abstufung bestraft wird, sinkt auch das Ranking des Käufers und die Link-Mieten von Monaten waren für die Katz.

Deshalb ist es langfristig deutlich sinnvoller, sich um themenrelevante Backlinks zu bemühen. Natürlich muss derjenige, der möchte, dass man seine Inhalte wahrnimmt, auch selbst aktiv sein. Dazu gehören sinnvolle und erstklassige Kommentare in Weblogs, dazu gehört es, andere Seitenbetreiber auf das eigene hochwertige Content-Angebot aufmerksam zu machen und so verlinkt zu werden, dazu gehören Einträge in ernst zu nehmende Web-Verzeichnisse, dazu gehört auch der (in Augen vieler vermeintlicher Experten antiquierte) Linktausch mit seriösen Partnern und thematisch ähnlich orientierten Seitenbetreibern.

Das allmählich, aber nachhaltig wachsende Netz

Diese und andere Maßnahmen der White Hat SEO wirken in kleinen Schritten, sind aber seit Jahren etabliert und funktionieren. Anders als zweifelhafte Trickser muss sich ein seriöser Suchmaschinenoptimierer nicht nach jeder Algorithmus-Anpassung neue Kniffe überlegen, sondern kann sicher sein, dass seine Aktionen nachhaltig wirken, und sich auf deren Optimierung konzentrieren.

On-Page-Optimierung in Form hervorragender Inhalte in Verbindung mit seriöser und gezielter Aktivität im Web sowie der Orientierung an den Bedürfnissen des Users, führen zu einer stetig engeren Vernetzung und damit immanent zu einer steigenden Linkpopularität. Natürlich müssen die getroffenen Maßnahmen kontinuierlich analysiert, projektbegleitend auf fundierte Weise dokumentiert und hinterfragt und an individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

White Hat SEO – eine Arbeit, die sich lohnt

Ernsthafte Content-Optimierung ist aufwändig und zeitintensiv, erfordert klare Konzepte und ist richtige Arbeit. Doch das indirekte Einwirken auf die Linkpopularität ist viel wirksamer, nachhaltiger und letztlich auch kostengünstiger als zweifelhafte Black Hat SEO und wird langfristig immer zu besseren Ergebnissen führen.

Das Konzept der Linkpopularität ist gut. Manche versuchen, dieses Prinzip auszunutzen, und das funktioniert auch. Die Frage ist nur: Wie lange?

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Eine Reaktion zu diesem Beitrag

  1. Susi Pernkopf

    ich finde dass man auch noch erwähnen sollte das gekaufte Links deshalb nicht vorteilhaft sind, da man sofort aus dem index bei google gekickt wird wenn diese feststellen dass man nur durch gekaufte links ein besseres ranking bekommen hat. und wie bereits bekannt, wer einmal raus ist bleibt auch raus ;-)


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