Auswirkungen eines Gast-Blog-Artikels bei TechCrunch

15. Januar 2010 von Martin Seibert

Im November 2009 ist im TechCrunch-Blog der ausführliche Gastartikel Why Google Wave Sucks, And Why You Will Use It Anyway erschienen, den //SEIBERT/MEDIA-Kollegen und externe Kontakte zusammen mit mir entwickelt haben. In diesem Beitrag sind wir auf die positiven Aspekte von Google Wave ebenso eingegangen wie auf die massiven Probleme, die die Software im derzeitigen Stadium hat. Den Artikel Warum Google Wave nichts taugt und warum es trotzdem alle nutzen werden können Sie bei uns übrigens auch auf deutsch lesen.

Ausriss aus dem TechCrunch-Artikel

Abb.: Der //SEIBERT/MEDIA-Artikel über Google Wave auf TechCrunch.com

Ein Posting im größten Tech-Blog der Welt zu einem der heißesten Themen des Jahres bilden eine vielversprechende Kombination und wir waren gespannt, was dabei herauskommen würde, zumal in den Beitrag eine Menge Arbeit investiert worden ist. Grund genug also, sich einmal genauer mit den Auswirkungen eines eigenen Artikels in einem der wichtigsten Weblogs zu befassen und ein paar Daten zu sammeln.

Fast meistbeachteter TechCrunch-Artikel im November 2009

Tatsächlich sprechen schon die mehr als 250 Kommentare zum Beitrag eine deutliche Sprache: Der Artikel hat große Aufmerksamkeit erhalten und ist sehr rege und kontrovers diskutiert worden, wobei sich Feedback von eingefleischten Google-Hassern und Diskussionsbeiträge von Leuten, die sich ernsthaft und aus einer neutralen Perspektive mit der Idee und der Anwendung auseinandersetzen, in etwa die Waage gehalten haben.

„Why Google Wave Sucks …“ einer der der erfolgreichsten TechCrunch-Beiträge im November 2009 und einer der meistbeachteten TechCrunch-Artikel überhaupt. Selbst wer recht gründlich sucht, findet nur eine Handvoll Beiträge, die auf ein ähnlich großes oder auf größeres Interesse gestoßen sind und die mehr Feedback generiert haben. Einige Zahlen im Überblick:

  • mehr als 250 Kommentare im Artikel selbst
  • mehr als 325 Sharings via Facebook
  • Tausende Videozugriffe auf den eingebundenen YouTube-Film (bisher über 16.000)
  • neue Abonnenten des //SEIBERT/MEDIA-YouTube-Channels
  • Tausende Zugriffe auf die eingebundenen Flickr-Bilder (bisher über 4.200)
  • mehr als 2.250 Retweets

Hochwertige Kontakte

Unter den Retweetern befinden sich einige wirklich profilierte Leute aus dem Tech-Umfeld sowie amerikanische und deutsche Größen der Blogosphäre. Besonders habe ich mich über den persönlichen Kontakt zu Robert Scoble gefreut, dem bekannten Blogger, Autoren und früheren Technologie-Botschafter in Diensten von Microsoft, der u. a. in einem eigenen Blog-Beitrag auf den TechCrunch-Artikel eingegangen ist. Weitere interessante Kontakte haben sich via XING und LinkedIn ergeben.

Große Resonanz im Twitter-Umfeld

Besonders interessante Auswirkungen zeigt „Why Google Wave Sucks …“ im Twitter-Umfeld: Immerhin hat es der Beitrag auf einen Platz in den Top-1000 der Tweet-basierten Suchmaschine Topsy gebracht (wobei ich mich frage, wie viel an einer Top-100-Platzierung gefehlt hat). Über die Retweets hinaus ist viel anerkennende Erwähnung (auch in Form einiger Direct Messages) über Twitter eingegangen, zudem erfreut sich auch mein eigener Twitter-Account eines deutlich gestiegenen Interesses, wie diese kleine Auswertung zeigt:

  • Tag der Veröffentlichung: +77 Follower
  • 2. Tag: +67 Follower
  • 3. Tag: +21 Follower
  • 4. Tag: +15 Follower
  • 5. Tag: +14 Follower
  • 6. Tag: +14 Follower
  • 7. Tag: +28 Follower
  • 8. Tag: +67 Follower

Nicht zuletzt hat mich erfreulich viel positives persönliches Feedback erreicht: Beispielsweise haben //SEIBERT/MEDIA-Mitarbeiter den Artikel in unserem internen Micro-Blog rege diskutiert und haben mich mehrere TechCrunch-Leser auch direkt per E-Mail angesprochen.

Hat sich der Aufwand nun gelohnt?

Die Entwicklung eines solchen Beitrags ist mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden: Neben der gemeinsamen Sammlung von Argumenten in einer Wave habe ich ein ganzes Wochenende in die Erstellung des Artikels investiert, die anschließende Qualitätssicherung hat weitere Ressourcen gekostet.

Aber ja, der Aufwand hat sich gelohnt. Für //SEIBERT/MEDIA ist Twitter längst ein ernstzunehmendes Marketing-Instrument und bislang mehr als 300 neue Follower sind wirklich ein ausgezeichnetes Ergebnis; von der weiteren Aufmerksamkeit im Twitter-Umfeld ganz abgesehen. Auch die vielen neuen, hochkarätigen Kontakte sind Gold wert und werden sich auszahlen. Ich freue mich auf weitere //SEIBERT/MEDIA-Artikel auf TechCrunch.com :-)

Weiterführende Informationen

Unsere spezielle Seite zum Thema Google-Wave-Beratung
Blog-Artikel im Corporate Weblog: Von der Ideenfindung zur Veröffentlichung
Google Wave: Ein Ausblick auf eine neue Stufe der Unternehmenskommunikation

Zur Google-Wave-Landing-Page von //SEIBERT/MEDIA


5 Reaktionen zu diesem Beitrag

  1. Sascha

    Ist schon gigantisch was ein qualitativ hochwertiger Artikel an Auswirkungen hat. Da lohnt sich glaube ich jedweder Aufwand.
    Gruß
    Sascha


  2. Birger

    Hi Martin,

    ja, dann noch einmal herzlichen Glückwunsch zu der ganzen positiven Resonanz.

    Auch für uns als Wave-Teilnehmer war es interessant und hilfreich (zumindest wenn ich für mich spreche :) ), die ganzen unterschiedlichen Meinungen zusammenzutragen und zu bewerten. Vor allem, weil ja auch der eine oder andere Tipp dabei ausgetauscht wurde.

    Es ist doch schön, wenn man im Nachhinein sagen kann: It payed off :)

    Viele Grüße
    Birger


  3. Erwin

    Hallo!

    Super Beitrag!

    Jedoch bin ich immer noch der meinung, dass Facebook und Xing ein weitaus stärkeres Marketing Instrument ist als Twitter und Twitter, wenn es um den Deutschen Markt geht überbewertet wird.

    Gruß Erwin


  4. Frank Wolf

    Danke für den Beitrag und den spannenden Einblick!


  5. Why startups should pitch Robert Scoble: The case of TwentyFeet | //SEIBERT/MEDIA Weblog

    [...] comments, 330 facebook shares, more than 16.000 YouTube views, … (I analyzed these numbers in a German blog post here. [automatic english [...]


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