Scrum in der Praxis: Papier und JIRA

21. Juli 2010 von Martin Seibert

Scrum – nach diesem Modell realisiert //SEIBERT/MEDIA in vielen Projekten Software. Eine Einführung in diese iterative Vorgehensweise gibt Ihnen unser Artikel Scrum: Agile Software-Entwicklung bei //SEIBERT/MEDIA (inkl. Podcast). Das Herz des Scrum-Konzepts bilden Meetings, in denen definiert wird, welche Aufgaben im nächsten Sprint abgearbeitet werden und welche Kapazitäten dafür nötig sind.

Zu Beginn eines Sprints arbeiten Projektmanager und Kunde gemeinsam Vorschläge aus, welche Tickets realisiert werden sollen. Nach dieser Abstimmung mit dem Kunden entscheidet das Team anhand einer möglichst exakten Aufwandsschätzung, was im nächsten Sprint tatsächlich umsetzbar ist. Im Mittelpunkt: Klebezettel.

Ein kleiner Praxisbericht mit Beispielen

Das Team ordnet und bespricht die Prioritäten der anstehenden Aufgaben, die in Karteikartenform visualisiert werden:

Was muss abgearbeitet werden, bis eine Aufgabe abgeschlossen ist? Die Arbeitsschritte werden auf Karten festgehalten, die einen konkreten Überblick vor allem über die Komplexität einer Aufgabe bieten:

Die präzise Aufwandsschätzung ist ein grundlegender Teil von Scrum, denn nur durch realistische Schätzungen und exakt definierte Kapazitäten lassen sich Sprints gut planen. Deshalb steht am Anfang jedes Sprints der Aufwandspoker, bei dem das Entwickler-Team mithilfe spielerischer Elemente die Aufwände für einzelne Tasks definiert.

Vereinfacht dargestellt: Alle Team-Mitglieder beschätzen den Aufwand für ein Feature mithilfe von Karten, denen bestimmte Werte zugeordnet sind. Die Mitglieder mit der niedrigsten und höchsten Schätzung erläutern den anderen ihre Entscheidungen. Anschließend wird dieser Vorgang wiederholt, bis es zu einem Konsens kommt und eine realistische, fundierte Aufwandsschätzung vorliegt. Hier werden die Karten für den Aufwandspoker vorbereitet:

Nach dem Aufwandspoker kann das Team festlegen, welche Tasks im Rahmen der anstehenden Iteration bearbeitet werden. Ein Planning-Board gibt einen zentralen Überblick über die Aktivitäten im Sprint:

Mit JIRA und Greenhopper das Scrum-Vorgehen elektronisch abbilden

Bei //SEIBERT/MEDIA werden alle Tasks und Teilaufgaben natürlich auch in unserem professionellen Aufgabenmanagementsystem JIRA abgebildet, das im Zusammenspiel mit dem Plugin Greenhopper eine optimale Grundlage für ein Vorgehen nach Scrum bildet.

Auf dem Planning Board lassen sich Aufgaben, die in Karteikartenform dargestellt sind (Virtual Index Cards), per Drag & Drop den jeweiligen Releases (Iterationen) zuordnen. So kann die Zeitplanung mit wenigen Klicks durchgeführt und angepasst werden.

Diese Oberfläche des Task Boards gibt einen Überblick über alle Vorgänge innerhalb eines Releases oder über die einem Mitarbeiter zugewiesenen Aufgaben. Auch hier werden alle Aufgaben als Karteikarten dargestellt, die konfigurierbar sind. Statusanpassungen werden per Drag & Drop vorgenommen.

Das Chart Board schließlich ist das zentrale Auswertungsinstrument von Greenhopper: Komfortable Burn-down-Charts bieten einen Überblick über den Status eines jeden Projektabschnitts und geben dem Projektmanager die Möglichkeit, auf alle Entwicklungen kurzfristig proaktiv zu reagieren.

Scrum hat sich bei //SEIBERT/MEDIA als ein überraschend dynamischer und interaktiver Prozess dank Karten etabliert. Haben Sie Fragen zur agilen Anwendungsentwicklung? Suchen Sie Möglichkeiten, um Budget- und Terminüberschreitungen bei der Software-Erstellung zu vermeiden und gleichzeitig optimale Qualität sicherzustellen? Wir sind Spezialisten für agile Software-Entwicklung und Scrum und beraten Sie gerne: Sprechen Sie uns einfach an und wir stellen Ihnen unverbindlich ein Informationspaket zusammen, mit dessen Hilfe Sie herausfinden können, ob „agile“ auch etwas für Ihre Entwicklungsabteilung ist.

Weiterführende Informationen

Unsere spezielle Seite zum Thema JIRA mit Kontaktmöglichkeiten und Video-Einführung
JIRA: Aufgabenmanagement, Scrum und agiles Projektmanagement für Entwickler und Manager (Vodcast)
Agile Software-Entwicklung vs. Wasserfall-Modell: Was die Forschung sagt
Scrum: Agile Software-Entwicklung bei //SEIBERT/MEDIA


3 Reaktionen zu diesem Beitrag

  1. Scrum in der Praxis: Papier und JIRA « TwentyFeet Blog – Check your Track!

    [...] Scrum in der Praxis – Papier und JIRA: http://bit.ly/axq51P Mit Bildern vom TwentyFeet-Team. [...]


  2. Argumente für ein professionelles Aufgabenmanagement im Unternehmen | //SEIBERT/MEDIA Weblog

    [...] gehören nicht in E-Mails Wie Mitarbeiter und Projektmanager mit JIRA arbeiten sollten Scrum in der Praxis: Papier und JIRA Atlassian-Lizenzen: Warum ein Kauf bei //SEIBERT/MEDIA eine gute Wahl ist Vorheriger Beitrag [...]


  3. Arbeiten im Scrum-Team: Der visuelle Teamraum | //SEIBERT/MEDIA Weblog

    [...] bei //SEIBERT/MEDIA Agile Software-Entwicklung vs. Wasserfall-Modell: Was die Forschung sagt Scrum in der Praxis: Papier und Jira Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, den 1. [...]


Eine Antwort hinterlassen





//SEIBERT/MEDIA besteht aus den vier Kompetenzfeldern Consulting, Design, Technologies und Systems und gehört zu den erfahrenen und professionellen Multimedia-Agenturen in Deutschland. Wir entwickeln seit 1996 mit heute über 65 Mitarbeitern Intranets, Extranet-Systeme, Web-Portale aber auch klassische Internet-Seiten. Seit 2005 konzipiert unsere Designabteilung hochwertige Unternehmensauftritte und kommunikative Konzepte. Beratungen im Bereich Online-Marketing und Usability runden das Leistungsportfolio ab.

Zu unseren teils weltweit agierenden Kunden gehören u.a. Accor, Allianz, Atlas MTT, BAD, Deutsche Klinik für Diagnostik, Deutsche Post, Hitachi, Honda Motor, Hotel InterContinental, Institut Fresenius, Kabel Deutschland, Lufthansa, SAP, SGS AG, STA Travel, StepStone sowie viele andere große und kleine interessante Unternehmen.