SourceTree – Atlassians Git- und Mercurial-Client für Mac OS X

26. Oktober 2011 von Marcell Dietl

Visualisierung der Community von GitHub

Fast jedes große Software-Projekt macht von ihnen Gebrauch und auch immer mehr Hobby-Entwickler setzen sie ein. Die Rede ist von Distributed Version Control Systems (DVCS) – jener Software, die die Teamarbeit erst richtig effizient werden ließ, indem sie die Synchronisation und Dokumentation aller Code-Änderungen vereinheitlichte und automatisierte. Um die Arbeit noch leichter zu machen, hat Atlassian den Mac-Client SourceTree in sein Portfolio aufgenommen – und verschenkt für begrenzte Zeit Lizenzen!

Um eine solche Lizenz zu erhalten, braucht es nicht viel: Auf der Webseite www.sourcetreeapp.com muss man seinen vollen Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse angeben und kann sich die Testversion von SourceTree auf den eigenen Mac laden.

Einziger Wermutstropfen: Verfügt man nicht mindestens über Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) oder höher, verweigert SourceTree partout die Arbeit.

Hat man beide “Hürden” genommen, erscheint meist schon wenige Minuten später die ersehnte E-Mail, in deren Anhang sich das Geschenk von Atlassian befindet: Eine gültige Lizenz für SourceTree.

Drei in einem: GitHub, Kiln und Bitbucket

Um es gleich vorweg zu nehmen und Missverständnissen vorzubeugen: SourceTree ist kein weiteres (Distributed) Version Control System und erfindet auch nicht das Rad neu. Stattdessen ist es das erklärte Ziel der Entwickler, die Arbeit mit den beliebten und weit verbreiteten Systemen Git und Mercurial zu vereinfachen und eine visuell ansprechende Bedienung zu ermöglichen. Und auch die Nutzer des zentralisierten Versionsverwaltungssystems Subversion profitieren dank der Tools git-svn und hgsubversion von SourceTree.

Damit es auch sofort loslegen kann, werden drei große Source Code Hoster von Anfang an unterstützt:

  • GitHub: Ein Hosting-Anbieter, der unter dem Slogan “Social Coding” nicht nur die Verwaltung von Git-Projekten ermöglicht, sondern auch viel Wert auf die Community dahinter legt.
  • Kiln: Weniger für die Open-Source-Gemeinde gedacht, spricht Kiln und das hinzubuchbare Bug-Tracking-System FogBugz vor allem Unternehmen an, die bereit sind, für Mercurial Repositories Geld zu investieren.
  • Bitbucket: Als Teil des Portfolios von Atlassian erlaubt Bitbucket sowohl die Verwendung von Git als auch Mercurial und ist für die private Nutzung sogar kostenlos. Bitbucket ist zudem der Grund für den Erwerb von SourceTree.

Und natürlich unterstützt SourceTree auch die Verwendung eigener DVCS-Server. Einen Zwang, Bitbucket oder andere Atlassian-Produkte einsetzen zu müssen, lehnt die australischen Software-Schmiede kategorisch ab.

Alles auf einen Blick: Ansprechende GUI mit Drag & Drop

Wie oben bereits erwähnt, hat Atlassian mit SourceTree das Rad nicht neu erfunden, wohl aber seinen Reibungsverlust stark reduziert. So gibt es auch nicht das eine zentrale Killer-Feature, sondern diverse Kleinigkeiten, die die Arbeit mit Source-Code-Hostern vereinfachen sollen.

Beispielsweise werden im Fenster Bookmarks alle Änderungen in sämtlichen Projekte komprimiert dargestellt. Das Beste: Manuelles Refreshen ist nicht nötig, da sich die Informationen selbständig aktualisieren.

Auch das Vergleichen von Quellcode-Versionen sowie Binärdateien ist direkt in SourceTree möglich. Wer dennoch lieber auf externe Programme zurückgreifen will, kann dies ebenfalls problemlos tun: Von KDiff3 bis hin zu Kaleidoscope unterstützt SourceTree eine ganze Reihe bekannter Tools.

Um Dateien schnell und bequem betrachten zu können, kommt das von Apple mit Mac OS X 10.5 (Leopard) eingeführte Quick Look zum Einsatz. So können die verschiedensten Dateitypen direkt aus SourceTree heraus geöffnet werden.

Und auch die Suche in der History eines Projekts ein nutzerfreundliches visuelles Erlebnis. Die diversen Entwicklungszweige (Branches) werden farblich unterschieden und ihre Beziehungen zu anderen Teilen des Projekts in einem Graph dargestellt.

Ein letztes Gimmick soll hier nicht unerwähnt bleiben: Kann man ein Projekt via HTTP(S) exportieren, erlaubt SourceTree den Import mit Drag & Drop – Einfach den Link von der Webseite ins Fenster Bookmarks ziehen, loslassen und schon startet der Download. Einfacher geht’s nicht.

Wer SourceTree auch einmal in Aktion sehen will, findet im offiziellen YouTube-Kanal von Atlassian ein dreiminütiges Preview-Video.

Fazit

Durch SourceTree hat Atlassian das eigene Portfolio nicht nur erweitert, sondern auch eine Software ins Angebot aufgenommen, mit der sich das hauseigene Bitbucket – aber auch andere Source-Code-Hoster – einfach und intuitiv bedienen lassen.

Dank Drag & Drop, Quick Look und vielen anderen Features können alle wichtigen Aufgaben, die während der Arbeit an einem Software-Projekt den Dienst eines Distributed Version Control Systems wie Git oder Mercurial erfordern, zentralisiert in SourceTree erledigt werden.

Und um das Ganze perfekt abzurunden, vergibt Atlassian für eine begrenzte Zeit kostenlos Lizenzen auf www.sourcetreeapp.com: Einfach den eigenen Namen sowie eine gültige E-Mail angeben und schon kann’s losgehen. :-)

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Bild: Von franckcuny unter CC-Lizenz


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