Jing – Professionelle Fehlerberichte mit Bild und Ton

Wir haben ja schon früher intensiv über die “Kunst des Fehler-berichtens” geschrieben. Wer arbeitet, macht Fehler. Ob Bauernweisheit oder Banalität: Das gilt auch für Web-Software und deren Funktionen.

Wann haben Sie zuletzt eine Fehlermeldung aus dieser Kategorie bekommen?

  • “Das mit dem Dings funktioniert nicht. Bitte schnell beheben. Wir brauchen das!”
  • “In meinem Browser gibt es in dem Schritt nach dem Hochladen immer ein Anzeigeproblem oben rechts. Kann es sein, dass die Fehlermeldung die falsche Schriftart hat oder sieht das nur auf meinem Notebook so aus?”

Das sind nur plakative Beispiele für eine tägliche Herausforderung in der Software-Entwicklung. Wie sollen Probleme und Fehler, die beim Anwender entstehen, einfach und unkompliziert an den Programmierer übermittelt werden? Wie soll ein Software-Laie gute Beschreibungen von technischen Abläufen erstellen?

Im Idealfall kommt die Fehlermeldung von einem wissenden und technisch affinen Kunden, der genau und reproduzierbar darstellen kann, was passiert ist, und so der Fehler identifiziert werden kann. Ansonsten gilt: “Das Hauptziel eines Fehlerberichts ist es, den Programmierern den Fehler mit den eigenen Augen sehen zu lassen. Wenn das nicht geht, so sollten Sie genaue Anweisungen darüber geben, wie sie den Fehler hervorgerufen haben.”

Warum muss der Kunde eigentlich beschreiben, wie der Fehler aufgetreten ist? Hat er nicht genau für die Technik und die Analyse einen entsprechenden Dienstleister beauftragt? Eigentlich will er doch nur zeigen, was er sieht und was passiert und dann sagen: “So. Da hast Du den Fehler. Mach ihn weg!”

The Jing Project schickt sich an, genau das zu ermöglichen. Mit einer kostenlosen Software, die vermutlich auf der Software von Camtasia Studio aufbaut, hat der amerikanische Hersteller Techsmith eine schicke, kleine und kostenfreie Software für PC und Mac geschaffen, mit der man Screenshots und kleine Filme mit Ton (!) erstellen kann.

Was wir heute mit Firefox-PlugIns wie Pearl Crescent Page Saver und Freeware-Programmen wie 20/20 für Screenshots lösen, ist jetzt deutlich einfacher und filmreif geworden.

Der Blogger Franztoo hat das Ganze schön und treffend so zusammengefasst:

“Nach der Installation versteckt sich das Programm am Rand des Monitors, kann also leicht aufgerufen werden. Man wählt den Bereich aus, den man fotografieren oder filmen will, und per Knopfdruck geht es los.

Dannach kann man die Dateien dann lokal speichern oder aber auf den Dienst screencast.com hochladen, der vom Hersteller des Programms (TechSmith Corporation) betrieben wird. So fällt es leicht die Dateien anderen zur Verfügung zu stellen.

Bestechend ist die problemlose Integration aller Komponenten, es funktioniert einfach gut. Darauf habe ich schon lange gewartet.”

Anfangsbildschirm des Jing-Films

Aber wer will schon lesen. Lieber hier direkt ansehen und verstehen, wie es funktionert!

Und jetzt? Nur noch gute Fehlermeldungen. Mit Ton und Aufnahme bitte! :-)

Quellen und weiterführende Links:

Hinterlassen Sie eine Antwort

Kommentare