Corporate Language – die Stimme des Unternehmens Teil 1

Dieser Artikel basiert auf dem beachtenswerten Buch Corporate Language – Wie Sprache über Erfolg oder Mißerfolg von Marken und Unternehmen entscheidet von Armin Reins (Mainz, Hermann Schmidt Verlag 2006), dessen Erwerb ich wärmstens empfehle.

Stellen Sie sich vor, Sie lernen jemanden neu kennen … modisches Äußeres, ein sympathisches Lächeln, strahlende Augen, … die Person beginnt zu sprechen und der positive Eindruck erlischt schlagartig.

„Menschen lernen ihren Wortschatz zu entwickeln und zu pflegen. Sie lernen sogar Grammatik. Erfolgreiche Menschen entwickeln ihren eigenen Sprachstil. Aber Unternehmen? Die meisten haben Bauchredner, es sind die Texter ihrer Agenturen. Sie sprechen mit unterschiedlichen Zungen. Damit beginnt das Problem, denn eine selbstbewusste Sprache bestimmt den Erfolg der Unternehmenskommunikation.“
Peter Wippermann (Trendbüro Hamburg)

Unternehmen sind wie Persönlichkeiten. So wie Corporate Design diesen „Persönlichkeiten“ ein grafisches „Gesicht“ verleiht, so gibt Corporate Language (CL) ihnen eine charakteristische, unverwechselbare Sprache.

Was ist Corporate Language (CL)?

CL ist das sprachliche Erscheinungsbild eines Unternehmens. Es untersucht Produkt- und Sachbezeichnungen auf erlaubte und unerlaubte Wörter und Formulierungen im Sinne der Firmenpositionierung. CL sorgt dafür, dass das Unternehmen bei konsequenter Anwendung eine einheitliche Sprache spricht. CL ist innerhalb der Corporate Identity das Pendant zum Corporate Design auf sprachlicher Ebene. Es werden Vorgaben für Wörter, Formulierungen und sogar ganze Textsequenzen und Schriftsätze festgelegt. Ziel ist, dass sich das gesamte Erscheinungsbild des Unternehmens in den Texten der Geschäftskorrespondez und in allen Publikationen widerspiegelt und damit einen konsistenten Eindruck vermittelt.

Beispiele für Corporate Language in Werbeanzeigen

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Wo kommt Corporate Language zum Einsatz?

Eine Corporate Language braucht man überall dort, wo mit Sprache kommuniziert wird:

Anzeigen, Radiospots, TV-Spots, Internet-Auftritte, Angebote, Briefings, Rundbriefe, Booklets, Flyer, Prospekte, Mailings, Einladungen, Vorträge, Pressemitteilungen, Rezensionen, Kundenzeitschriften, Fachhandelsanzeigen, Gebrauchsanweisungen, Fahrzeugbeschriftungen, Geschäftsberichte, Zeugnisse, Einladungen, Rechnungen, Mahnungen, Schulungsunterlagen, Werbegeschenke, POS, …

Die Fortsetzung dieses Artikels widmet sich der Frage, warum CL so wichtig ist, und liefert Argumente für die Notwendigkeit einer einheitlichen Unternehmenssprache

Quelle und Grundlage dieses Artikels:

Reins, Armin: Corporate Language – Wie Sprache über Erfolg oder Mißerfolg von Marken und Unternehmen entscheidet, Mainz, Hermann Schmidt Verlag 2006.

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