Projektabrechung nach Aufwand: Eine Win-Win-Situation

Wenn wir mit Interessenten über Projekte sprechen, kommt es häufig auch zu einer Pro- und Contra-Diskussion über Festpreisprojekte, die viele Kunden bevorzugen, und über einer Abrechnung nach Aufwand, die für //SEIBERT/MEDIA in Projekten die Regel ist.

Die berechtigten Fragen lauten: Was hat der Kunde von einer Abrechnung nach Aufwand? Bringt dies dem eigenen Unternehmen überhaupt einen Vorteil oder hilft der Auftraggeber der ausführenden Agentur schlicht dabei, profitabel und risikolos zu arbeiten?

Unsere Antwort: Ein Aufwandsprojekt schafft eine faire Situation mit Vorteilen sowohl für den Auftraggeber als auch den Auftragnehmer und ist eine sehr gute Voraussetzung dafür, die bestmögliche Qualität (und damit einen hohen Return on Investment) zu erreichen. Mit dieser Frage haben wir uns bereits im Rahmen unserer wöchentlichen kostenlosen Online-Sprechstunde beschäftigt:

Was Festpreisprojekte charakterisiert: “Win or lose”

In einem Festpreisprojekt sind Preis, Realisierungszeitraum und weitgehend auch der Funktionsumfang in aller Regel festgeschrieben, alle anfallenden Aufwände gewissenhaft beschätzt worden. So weit, so gut? Nein, denn bei Festpreisprojekten gibt es eine klare Priorität: die Kosten.

Zum einen fokussiert sich die Agentur auf das Budget und konzentriert sich verständlicherweise insbesondere darauf, nur so viel zu leisten, wie sie für das Projekt kalkuliert hat – zulasten eines bestmöglichen Ergebnisses. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Tatsache, dass bei Festpreisprojekten oft auch ein relativ hoher administrativer Aufwand entsteht, der allerdings in der Regel keinen großen Nutzen für das Projektergebnis hat, sondern nur dazu dient, das Budget einzuhalten.

Zum anderen unterliegen gerade Projekte im IT-Umfeld, die häufig sehr komplex sind, naturgemäß vielen Anforderungsänderungen, sog. Change Requests. Tritt ein Change Request auf, können mehrere Situationen entstehen: Entweder hat der Auftraggeber mit dem Auftragnehmer vereinbart, dass auch Änderungen über den Festpreis abgedeckt sind (worauf sich Dienstleister, die länger am Markt sind, selten einlassen dürften). In diesem Fall läuft die Agentur Gefahr, die eigene Geschäftsgrundlage zu verlieren und nicht kostendeckend zu arbeiten.

Andernfalls wird die Umsetzung von Change Requests vom Auftragnehmer beschätzt und als Zusatzleistung angeboten. Es besteht also die Gefahr hoher Zusatzkosten für den Kunden, wenn sich Anforderungen ändern. Damit sind die Möglichkeiten der Einflussnahme durch den Auftraggeber sehr begrenzt, denn eine Einflussnahme führt in der Regel zu Änderungen und damit zu Mehrkosten. Und in welcher Größenordnung Budgetexplosionen im Rahmen von Festpreisprojekten auftreten können, lesen wir regelmäßig im Web und in der Presse.

Somit ist die Idee, dass Festpreisprojekte einen festen Preis haben, im Grunde richtig und falsch zugleich, da man immer davon ausgehen muss, dass es Änderungen gibt. Deshalb führen Festpreisprojekte häufig zu einer Win-or-lose-Situation. Die Frage ist, wer sich am Ende auf welcher Seite befindet.

Aufwandsprojekte: Qualität, Reaktionsfähigkeit, Risikominimierung

Bei einem Aufwandsprojekt steht dem Kunden ein Team aus Mitarbeitern mit bestimmten Stundensätzen zur Verfügung. Je nachdem, in welchem Umfang diese Mitarbeiter Leistungen erbringen, fällt auch die Rechnung aus.

Nun heißt das natürlich nicht, dass diese Mitarbeiter einfach anfangen und möglichst viele Stunden leisten: Selbstverständlich gibt es transparente Projektpläne, gemeinsam abgestimmte Arbeitspakete, die seriös beschätzt sind, usw. Aber: Wenn ein Arbeitspaket mit zehn Stunden beschätzt ist, die Umsetzung aber zwölf Stunden dauert, werden auch die erbrachten zwölf Stunden abgerechnet. Werden statt der veranschlagten zehn nur acht Stunden benötigt, werden auch nur diese fakturiert.

Der systemische Unterschied zu kostenorientierten Festpreisprojekten besteht in der Fokussierung auf die Qualität. Gerade bei IT-Projekten entscheidet insbesondere die Qualität über den Erfolg und über den Return on Investment und ist damit die kritische Determinante: Bei vielen erfolgreichen Web-Anwendungen wie Websites, Bestellprozessen, etc. ist erfahrungsgemäß nicht in erster Linie der immense Funktionsumfang für den Erfolg verantwortlich, sondern die Qualität der Ergebnisse, die aus der Nutzung resultieren.

Die Qualitätsorientierung im Rahmen von Aufwandsprojekten entsteht dadurch, dass viele Zwischenergebnisse geschaffen werden und eine iterative Arbeitsweise möglich ist. Diese gestattet kurzfristige Reaktionen auf Change Requests: Änderungen führen nicht zu Kostendruck, wodurch die Qualität stets im Zentrum der Zusammenarbeit stehen kann.

Zudem bedeutet eine Abrechnung nach Aufwand immer auch eine Risikominimierung für Auftraggeber. Vor allem bestehen keine Abhängigkeiten: Der Kunde kann aus einem Aufwandsprojekt jederzeit aussteigen und es ggf. einem anderen Dienstleister übergeben. Mit jedem Zwischenergebnis muss der Dienstleister seine gesamte Kompetenz abrufen und sich von Anfang an beweisen.

Grundsätzlich rechnet //SEIBERT/MEDIA nach Aufwand ab und gewährt Kunden dabei eine Zufriedenheitsgarantie. Wir haben die Erfahrungen gemacht, dass Aufwandsprojekte zu einer sehr vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit und zu langfristigen Geschäftsbeziehungen führen, in denen es uns gelingt, bei überschaubaren Kosten sehr werthaltige Ergebnisse für Kunden zu schaffen.

Bei Projekten, die nach tatsächlichem Aufwand verrechnet werden, gibt es keine Gewinner- und Verliererseite, sondern es entsteht eine Win-Win-Situation, von der Kunde und Auftragnehmer profitieren.

Weiterführende Informationen

Welche Vorteile bringt mir als Kunde ein Scrum-Projekt
Warum Projektmanagement und Qualitätssicherung werthaltige Leistungen sind
Warum //SEIBERT/MEDIA keine kostenlosen Vorleistungen erbringt
Vorteile der Abrechnung nach Aufwand

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