MoroLOG ist da: Atlassian und //SEIBERT/MEDIA haben neues Firmenwiki und Confluence-Nachfolger entwickelt

Eines der ehrgeizigsten Software-Projekte in der Geschichte unseres Unternehmens nähert sich der Auslieferung. Gemeinsam mit dem australischen Software-Hersteller Atlassian hat //SEIBERT/MEDIA eine neue Wiki-Software entwickelt.

MoroLOG ist kurz vor der Fertigstellung und wird zunächst im deutschsprachigen Raum das Wiki-System Confluence ablösen. Am 15. April 2012 erscheint MoroLOG in der Version 1.0.

Natürlich kann MoroLOG alles, was ein Enterprise Wiki können muss, und hat zahlreiche Funktionen von Confluence übernommen. Neuerungen sind insbesondere konzeptioneller Natur. Bevor wir Ihnen in den folgenden Artikeln zahlreiche Screenshots und Produktvideos zeigen, stellen wir in diesem Preview-Beitrag zunächst die wichtigsten neuen Ansätze unseres Wikis vor. Im Mittelpunkt des Konzepts: die möglichst produktive Arbeit und die Mitarbeiteraktivierung.

Grundsätzlich: Weniger ist mehr

Eine der Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Firmenwikis bildet die Abgrenzung zu bestehenden Systemen im Intranet. Die zentrale Frage: Welche Inhalte sollen wo eingestellt werden? MoroLOG beantwortet diese Frage eindeutig, indem es keine Anhänge vorsieht. So gelangen keine statischen Dokumente mehr ins Wiki, die bestimmungsgemäß in ein DMS gehören.

Auch Spielereien mit großem Ablenkungspotenzial wie die Integration von Videos oder Feeds aus externen Anwendungen sind in MoroLOG nicht mehr vorgesehen – zumal solche externen Inhalte erstens nicht unerhebliche Risiken darstellen und zweitens in den meisten Unternehmen sowieso gesperrt sind.

Und nicht zuletzt haben Atlassian und //SEIBERT/MEDIA auf einige Funktionen, die das E-Mail-Aufkommen erhöhen statt zu senken, verzichtet, darunter die Teilen-Funktion und automatische Benachrichtigungen.

MoroLOG zeigt, dass weniger mehr ist: mehr Produktivität und mehr Konzentration aufs Wesentliche, nämlich die Erstellung hochwertiger Inhalte in Form von Textinformationen.

Individuelles Seitenkontingent

MoroLOG unterstützt die inhaltliche Partizipation der Mitarbeiter – die zentrale Herausforderung bei jeder Wiki-Einführung. Deshalb hat jeder Nutzer hat in MoroLOG ein individuelles Kontingent an einsehbaren Wiki-Seiten, das sich danach richtet, wie viele Dokumente der Mitarbeiter bearbeitet hat.

Für jeden Beitrag erhält ein User einen Edit Point. Hat er beispielsweise 50 Wiki-Seiten bearbeitet oder kommentiert und somit 50 Edit Points gesammelt, hat er Zugriff auf exakt 50 andere Seiten, an denen er inhaltlich nicht beteiligt war.

Wer also viele Informationen aus dem Wiki ziehen will, muss selbst viele Informationen teilen. Dieses Konzept unterstützt die Mitarbeiteraktivierung signifikant und schafft beste Voraussetzungen für ein schnelles inhaltliches Wachstum des Wikis.

Neuer Markup-Editor

Der Markup-Editor, den Atlassian mit Confluence 4 über Bord geworfen hat, ist wieder da, und zwar in ganz neuer Form. Der Markup-Code entspricht nun eins zu eins der Markup-Sprache von MediaWiki, dem System, mit dem Wikipedia betrieben wird.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Mitarbeiter, die schon in Wikipedia-Artikel eingearbeitet haben, müssen keine neue Markup-Sprache erlernen und können ohne Reibungsverluste in die Nutzung des Unternehmenswikis einsteigen. Die Akzeptanzhürde wird gesenkt.

Keine Seitenbeschränkungen

Ein Firmenwiki steht für Transparenz – und diesen Ansatz unterstützt MoroLOG so konsequent wie kein anderes Wiki-System. Deshalb gibt es in MoroLOG keine Beschränkungen für Bereiche oder Seiten: Alle Nutzer haben (in Abhängigkeit ihrer gesammelten Edit Points) auch auf alle Inhalte Zugriff.

Geschützte Inhalte widersprechen dem Wiki-Prinzip und führen zu Unzufriedenheit von Nutzern, die sich fragen, warum sie ihr Wissen teilen sollen und gleichzeitig nicht auf das Wissen anderer User zurückgreifen können. Dieser Entwicklung steuert MoroLOG entgegen.

Keine Personalisierung

Was Mitarbeiter erfahrungsgemäß von der Wiki-Nutzung abhält, ist die Möglichkeit der Leistungsüberwachung und die Angst davor, für versehentliche Fehler sofort an den Pranger gestellt zu werden. Um auch diese hohe Einstiegshürde drastisch zu senken, ist MoroLOG bis auf das Edit-Points-Konzept nicht personalisiert.

Nutzer müssen sich zwar mit ihren spezifischen Zugangsdaten einloggen, alle Einträge und Änderungen sind aber keinem Autoren zuordenbar, sondern stammen pauschal von “Mitarbeiter” oder “Admin”, sofern ein Nutzer Administrationsrechte besitzt. Auch aus Datenschutzgründen ist diese Entpersonalisierung sinnvoll.

MoroLOG jetzt schon testen!

Neugierig geworden? Auf unserer umfangreichen Produktseite in unserer Infothek finden Sie ausführliche Release Notes und Informationen zur Lizenzierung und können die Beta-Version von MoroLOG auch bereits herunterladen und ausgiebig testen.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie aktuell Confluence nutzen, sollten Sie MoroLOG so bald wie möglich evaluieren. Mit der Auslieferung von MoroLOG wird die Weiterentwicklung von Confluence eingestellt, an Unternehmen und Institutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird Confluence dann auch nicht mehr ausgeliefert.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Bitte sprechen Sie uns an oder nutzen Sie für Ihre Anfrage gerne auch die Kommentarfunktion unter diesem Artikel.

Weiterführende Informationen

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