Amerikanische Anwälte suchen nach Sammelklägern gegen Google und Co

Einige Kunden von stichwortbezogener Werbung bezweifeln, dass wirklich alle Klicks, die Google, Yahoo! und Co ausliefern, echt sind. Wer hat nicht schon einmal auf den Werbelink eines Konkurrenten geklickt.

Einige tun das sogar wohlwissend, dass es den Konkurrenten Geld kostet. Allein die Anzahl der selbst Werbenden, die (wenn auch im geringen Umfang) Klick-Betrug bei den Konkurrenten betreiben, würde ich im persönlichen Umfeld auf deutliche mehr als 5% einschätzen. Das Phänomen existiert jedenfalls. Und daran ändern auch alle Dementis von Google-Mitarbeitern nichts.

Die Realität ist jedoch, dass Google einen Anteil von 0,01% bis 0,1% der anfallenden Kosten für Klickbetrug wieder gutschreibt. Für viele Kunden einfach nur ein Ärgernis oder (bei einigen sogar) ein Affront. Das Verhalten wird vermutlich auch dadurch begünstigt, dass es schwer ist, Google einen etwaigen Betrug nachzuweisen. Siehe: Kontrolle für Klicks auf Keywords

Konsequenterweise haben amerikanische Anwälte nun zu einer Sammelklage gegen Google und Co aufgerufen.

Vielen würde bereits ein offener und ehrlicher Umgang mit Klick-Betrug genügen. Die stichwortbasierte Werbung ist trotz 10% "Streuverlust" immer noch die mit Abstand günstigste Werbeform im Online-Markt.

Quelle:

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9 thoughts on “Amerikanische Anwälte suchen nach Sammelklägern gegen Google und Co”

  1. 800 Mill. Dollar Verlust durch Klickbetrug im Jahr 2005?
    Einer aktuellen Studie von Outsell zufolge soll Klickbetrug im Jahr 2005 800 Mio. Dollar betragen haben. Demnach sollen 14,6 Prozent aller Klicks betrügerisch zu Stande kommen. Außerdem sollen laut der Studie 27 Prozent der Werbenden ihre Werbeausgaben für klickbasierte Werbung reduziert oder ganz eingestellt haben. Weitere 10 Prozent sollen über eine Kürzung nachdenken. […]

  2. Klickbetrug steigt
    Laut dem Click Fraud Index ist der Klickbetrug im 2. Quartal auf 14,1 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal sollen es noch 13,7 Prozent gewesen sein. Erstmals wurde auch separat bekannt gegeben wie die Betrugsrate bei teuren Klicks aussieht. Bei Klickpreisen von über 2 Dollar beträgt die Klickbetrugsrate 20,2 Prozent.

    Allianz der Großen gegen Klickbetrug
    Vor allem zeigt es den Ernst der Lage, wenn selbst Google und MSN an einem Tisch sitzen. Und natürlich noch Yahoo, Ask und Co. Federführung soll beim Interactive Advertising Bureau (IAB) liegen.

    Google: Klickbetrug wird von Klickbetrug-Software falsch bestimmt
    Google holt zu einem gutem und hartem Rundumschlag gegen Firmen von Software zur Entdeckung von Klickbetrug aus. Dazu hat Google heute einen 17 Seiten starken Bericht herausgegeben. Im Mittelpunkt stehen dort die Firmen ClickFacts, Click Forensics und AdWatcher.

    Weitere Artikel zum Thema:
    http://www.internetmarketing-news.de/category/klickbetrug/

  3. Klickbetrug: Ein unterschätztes Risiko – Formen des Klickbetrugs
    Die meisten Varianten des Klickbetrugs gehen inzwischen weit über die Grenzen von vereinzelten Konkurrenzschädigungen hinaus. Betrügerische Geldmacherei ist längst keine Seltenheit mehr – und dabei geht es häufig um beträchtliche Summen.
    Google Opening Up On Click Fraud
    AdWords clients will be able to view information on invalid clicks as detected by Google through an advanced option in an AdWords account; it is Google’s first significant effort to make this information more transparent to its AdWords customers.
    High-Priced Keyword Click Fraud Rises
    Analysis firm Click Forensics recently released their Q2 2006 figures for their Click Fraud Index and found a not-so-little surprise in the numbers.

    IAB, Google, Yahoo Defining Clicks
    The Interactive Advertising Bureau and Google, Yahoo, Microsoft, Ask.com, and others have established a working group to define a standard for clicks, in an effort to identify valid and invalid ones on search advertising.

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