Google Talk – Konkurrenz für Skype und Internet-Telefonie

Internet-Telefonie laut Wikipedia:

Die IP-Telefonie, (auch Internet-Telefonie oder Voice over IP, kurz VoIP), ist das Telefonieren über ein Computernetzwerk auf der Grundlage des Internetprotokolls, oft ugs. das Telefonieren über das Internet.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Telefonie werden Sprachinformationen nicht über eine geschaltete Verbindung in einem Telefonnetz übertragen, sondern durch das Internet Protocol (in Datenpakete aufgeteilt). Der Weg durch das Netzwerk (meist das Internet) ist dabei nicht festgelegt.

Die Internettelefonie ist heute auch in Deutschland üblicher und häufiger als viele wissen. Viele große Telefon-Provider nutzen das Internet für das Routing von Telefonaten. Das spart enorme Kosten.

Mit Skype gibt es schon seit August 2003 einen professionellen Anbieter, der zeigt, dass, wer eine DSL-Leitung besitzt, mit besserer Sprachqualität nach Amerika (USA) über das Internet telefonieren kann, als das über herkömmliche Telefonleitungen möglich ist. Die Skype-Software wurde inzwischen über 152.000.000 mal heruntergeladen.
Die Mutter aller kostenfreien Programme bietet weitere Dienste, die das Telefonieren vom und ins Telefon- und Mobilnetz ermöglichen und scheint damit auch bereits Geld zu verdienen. Es gibt sogar auf Wunsch einen eigenen Anrufbeantworter. Trotz vieler Versicherungen haben viele befürchtet, dass Skype eines Tages kostenpflichtig werden könnte.

Mit der Etablierung von Google-Talk setzt Google konsequent die eingeschlagene Linie fort. Das Unternehmen versucht möglichst viele informationsbezogene Aktivitäten von Endkunden (und Geschäftskunden) durch eigene Lösungen und Software zu unterstützen. Google Talk dürfte schon allein aufgrund seiner Herkunft aus dem Hause Google eine ernstzunehmende Lösung sein. Problematisch bleibt jedoch die Verbreitung. Hier hat Google im Vergleich zu Skype noch einiges aufzuholen. Als Vorteil sticht hier hervor, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass das Unternehmen durch die Platzierung von Werbung Geld verdienen will und die Nutzung der Software selbst kostenfrei bleiben wird.

Eine besonders interessante Option, die Google auch leicht mit Werbeanzeigen vermarkten könnte, ist eine sogenannte "Pay-per-Call"-Lösung, bei der der Werbetreibende nur dann zahlt, wenn er einen Anruf erhält. Dieser könnte aus dem Internet und die Google-Software durchgeführt werden. Sehr vielversprechend.

Nach der Installation bietet das Programm derzeit jedoch noch keine besonderen Funktionen. Die Sprachqualität der Telefonie konnte ich bisher nicht testen. Es gibt einfach noch keine Nutzer. Und da Skype selbst eine wirklich schicke Software mit hervorragender Sprachqualität bietet, ist mir bisher noch nicht ganz klar, wie Google den erforderlichen Marktanteil für einen Erfolg erzielen will.

Quellen und weiterführende Links:

  • Download-Möglichkeit für Google-Talk
  • Heise-Artikel "Google Talk geht an den Start"
  • Wikipedia-Artikel über IP-Telefonie
  • Gnome-Meeting ist eine OpenSource-Lösung und Alternative zu Skype. Allerdings nicht besonders verbreitet.
  • //SEIBERT/MEDIA bietet das Dienstleistungsprodukt "peithonet" zur Schaltung von Werbung in Google-Produkten und anderen Suchmaschinen sowie Websites an.