Google bietet kostenlose Analyse-Software

Es ist eine Meldung für die Blogger dieser Welt. Und da jeder Blogger auch ein Webmaster ist, wenn auch einige nur für die eigene Website, verbreitet sich die Meldung mal wieder wie ein Lauffeuer.

Auch ich breche meine selbst aufoktroyierte Veröffentlichungsroutine und berichte über das Ereignis, das eine ganze Branche von Produzenten zu Dienstleistern machen wird.

Aber von Beginn an:

  • Im März des Jahres hat Google die Web-Analytics-Firma Urchin gekauft.
  • Im Mai hat man die Monatlichen Preise von knapp 1000 US-Dollar monatlich auf 199,00 US-Dollar gesenkt. Das dürfte vielen großen Anbietern schon weh getan haben.
  • Nun soll der Dienst unter dem Namen Google Analytics gar nichts mehr kosten. Die Marktanteilsgewinnung bei den Tracking-Systemen scheint nicht schnell genug gelaufen zu sein. Jetzt wird sich das ändern.

Das wird für Aufruhr sorgen. Auch wenn Martin Recke, der Chef-Blogger bei SinnerSchrader beteuert, dass die eigene Allianz mit WebSideStory nicht unmittelbar betroffen sei, und Kunden, die gemeinsam mit uns WebTrends implementiert haben, auch weiterhin gut damit fahren werden, so ändert sich mit diesem Schritt vieles im Markt.

Anbieter wie eTracker, die derzeit ein OnDemand-Modell anbieten, dass dem nun kostenfreien Google-Modell allzu vergleichbar ist, werden Schwierigkeiten mit dem eigenen Preismodell bekommen. Anbieter wie WebSideStory und WebTrends, die den Markt anführen werden die Preise deutlich senken müssen.

Mit dem Schritt von Google zählt in diesem Bereich nur noch die Dienstleistung. Wer beraten und erklären kann, setzt ein, was er will und für richtig hält. Wer nur Tracking-Software verkauft, muss nun eine verdammt hohe Messlatte überwinden. Eine schwere Aufgabe.

//SEIBERT/MEDIA hat schon früher angefangen, erste Tests mit Urchin durchzuführen und betreut inzwischen bereits Kunden mit der Software.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie an Google Analytics interessiert sind. Wir helfen Ihnen und beraten Sie.

Interessant ist auch, welche weiteren Möglichkeiten sich aus "mehr Tracking" für Google ergeben: So wird vermutet, dass Google die Suchergebnisse und die Suchalgorithmen so ausrichten könnte, dass nur noch wirklich interessante und frequentierte Websites gut gelistet werden. Der Tod für Suchmaschinen-Optimierer.
Der Such-Gigant hat derartige Vermutungen von sich gewiesen (siehe unten). Meines Erachtens ist die Versuchung aber viel zu verlockend und durchaus sinnvoll. Sie wird auf die eine oder andere Art Realität werden.

WebProNews schreibt:

However, more interesting to me is how Google could utilize this new data. For instance, Google could add pageview and unique visitor data to its search algorithm in order to more accurately determine site popularity and "Web Attention". This would be more reliable than PageRank because it can't be SEO'ed to artificially inflate a sites popularity. Linking information is nothing compared to the real data Google will have on websites utilizing Google Analytics. If sites utilize this service in en masse this could be a revolutionary change to their search algorithm.

Searchenginewacht.com schreibt:

Worried Google will use your data or the data overall to better understand how much you are willing to pay for ads, based on conversions. Google said that's definitely not done, nor are there any plans to do that. Nor are there any plans to tap into the data as a means of improving regular search results or to identify "bad" sites, Google said.

Weitere Quellen und Blogger: