Wie man bloggt: Anleitung für gute Artikel

Nachdem sich Weblogs auch bei Leuten etablieren, die nicht das Web als Heimat und Wohnzimmer auffassen, kommen Agenturen immer häufiger in die Verlegenheit die Funktionsweise und die Bedienung von Weblogs zu erklären.

Grundsätzlich funktionieren Weblogs nach dem einfachen Prinzip, den Bill Gates schon 1996 prägte:

Content is King.

Weblogs funktionieren und locken zahlreiche Besucher an, weil Sie Inhalt haben. Das gilt sogar schon für Ansammlungen von Buchstaben, die man auch als Inhalt bezeichnen könnte. Aber hier soll vom Optimum gesprochen werden. Wer also gute Weblog-Artikel schreiben und erfolgreich "veröffentlichen" will sollte folgendes beachten:

  • Qualität vor Quantität.
    Wer kann, sollte darauf achten, dass die eigenen Artikel möglichst interessanten Inhalt mit Nutzwert für den Leser haben. Es muss nicht immer lustig sein. Aber wer Interessantes veröffentlicht, wird auch von anderen verlinkt. Und das bringt ein gutes Ranking bei Google und Co. Frei nach dem Motto: Content is King, but Linking is Queen.
  • Quantität vor Inaktivität.
    Nur wer regelmäßig und möglichst häufig schreibt, wird auch regelmäßig gelesen. Zwar eröffnen RSS-Feed-Reader heute die bequeme Möglichkeit, Weblogs passiv zu beobachten. Trotzdem sorgt eine regelmäßige Veröffentlichungsfrequenz für mehr und kontinuierliche Aufmerksamkeit.
  • Regelmäßig posten statt viel auf einmal.
    Es ist nicht ungewöhnlich, viele Artikel auf einmal an einem Stück zu schreiben. Man sollte jedoch die Veröffentlichung in einem definierten Intervall durchführen. Wer zum Beispiel 5 Beiträge pro Woche schafft, veröffentlicht an jedem Werktag der Woche um 8.00 Uhr einen Artikel. Bei 4 pro Monat erscheint analog an jedem Montag um 8.00 Uhr ein neuer Artikel.
  • Links auf andere Blogger schalten.
    Wenn man Weblogs von anderen Bloggern liest und verlinkt, erhält man auf mehrere Weisen Links. Zum einen können Weblog-Systeme über sogenannte Trackbacks miteinander kommunizieren: "Sieh, ich habe einen Link auf Dich gesetzt. Setze bitte einen auf mich." Auf diese Weise entstehen viele und für Google und andere Suchmaschinen wichtige 'Backlinks'. Darüber hinaus "macht man sich bei anderen Bloggern" einen Namen und wird mit der Zeit auch 'freiwillig' verlinkt.
  • Links in Wikipedia integrieren.
    Wer wirklich guten einzigartigen und nutzbringenden Content hat, darf seine Artikel bei Wikipedia in der Sektion Weblinks einfügen. Das ist allerdings nur dann eine wirklich gute Idee, wenn man tatsächlich einen coolen Artikel hat. Banale Links und werbende Beschreibungen werden umgehend von aufmerksamen Wikipedia-Nutzern als "Spam" entfernt. Wer nicht aufpasst, landet auf der "Blacklist" eines Nutzers, der dann die eigenen Aktivitäten mit einem Bot durchsucht. Trotzdem zahlen sich Links bei Wikipedia in vielen Besuchern aus, wenn sie von der Gemeinde akzeptiert werden.
  • Den Text formatieren.
    Wenn man bei Gerichten den Spruch: "Das Auge ißt mit." zitiert, ist das auch für Texte übertragbar. Geben Sie Texten eine sowohl lesbare, sinnvolle als auch ansprechende Struktur. Üblich sind die folgenden Formatierungen:

    • fett
    • kursiv
    • Zitat

    • unsortierte Liste (wie diese Liste)
    • nummerierte Liste (mit 1., 2., usw.)
  • Weiterführende Links zu eigenen Beiträgen zu ähnlichen Themen.
    Die Verknüpfung der eigenen Beiträge mit vormals geschriebenen Artikeln regt die Leser zum Abruf weiterer Inhalte an und steigert die seiten-interne Linkpopularität, die für das Suchmaschinen-Ranking eine Rolle spielt. Das kann man auch mit Hilfe von PlugIns im Weblog abbilden. (Welche sind das eigentlich?)
  • Zum Kommentieren und "bookmarken" aufrufen.
    Eine Reihe von Bloggern rufen Ihre Besucher aktiv dazu auf, einen Link bei del.icio.us oder anderen Diensten zu setzen. Das sorgt zu mehr verweisen auf das eigene Online-Angebot und ist gut für die Besucheranzahl und für Suchmaschinen. Der Aufruf, einen Kommentar abzugeben, soll die "Bindung" zum Weblog steigern. Ich bin indes unsicher, ob diese Aktivitäten wirklich empfehlenswert sind. DAUs können jedenfalls mit del.icio.us nicht umgehen und kennen sich damit nicht aus. Warum dafür Werbung machen?
  • In Foren auf eigenen Blog hinweisen.
    Wer Zeit und Muße hat, kann die Anzahl der eigenen Besucher merklich steigern, in dem er sich auf Online-Diskussionsforen aktiv beteiligt und regelmäßig auf eigene Blog-Beiträge hinweist. Jeder Link führt Besucher und Suchmaschinen zum eigenen Angebot. Hier sollten man jedoch auch berücksichtigen, dass auch Forenteilnehmer sehr wohl gut gemeinte Tipps und Werbung unterscheiden und ahnden können.
  • Hinweis auf Weblog in Signaturen integrieren.
    Wer bloggt, kann seinen Weblog zum einen in E-Mails aber auch in Footern von Foren-Beiträgen mit einem Slogan verlinken und somit für mehr Besucher sorgen.
  • Eigenen RSS-Feed in Verzeichnisse eintragen
    Siehe: Wie RSS-Feeds den Suchmaschinen-Optimierern den Rang ablaufen könnten und dabei besonders RSSTop55 - Best Blog Directory And RSS Submission Sites.

  • Mehr über die Creative-Commons-Lizenz erfahren