Mobile Productivity oder: Besser eingeschränkt als gar nicht produktiv

Die technologischen Voraussetzungen sind mittlerweile gegeben, um auch unterwegs unter akzeptablen Rahmenbedingungen arbeiten zu können. Während Autofahrten oder kurzen Wartezeiten lassen sich zumindest kleine Gedanken festhalten, sofern man den Mut zur Lücke hat.

"Mobile Productivity" ist Erfahrungssache: Es fehlen immer Informationen und niemand hat immer im Hinterkopf, welche von unzähligen Aufgaben gerade die höchste Priorität besitzt. Mit einiger Übung werden Redundanzen allerdings immer seltener.

Voraussetzungen und Möglichkeiten

Um mobil produktiv zu sein ist ein Smartphone mit einer vernünftig bedienbaren Tastatur bestens geeignet. In Situationen mit vielen Menschen können so auf relativ effektive Weise Notizen eingegeben und bearbeitet werden.

In Situationen, in denen man allein ist, kann eine Diktierfunktion eine große Hilfe sein. Selbst kurze Audiobotschaften an Mitarbeiter haben das Potenzial, vergleichsweise große Mengen an Information zu transportieren das liegt in der Natur der gesprochenen Sprache. Allerdings sind Ablage und Weiterverarbeitung von Audiofiles mit einem hohen Aufwand für den Empfänger verbunden.

Dennoch ist das Versenden von Notizen ob in Schriftform oder als Audio-Aufzeichnungen via E-Mail praktisch und essenziell, um aus den kleinteiligen Arbeiten später Nutzen schlagen zu können.

Wie produktiv man mobil sein kann

Es gibt zahlreiche Arbeiten, die sich unterwegs erledigen lassen. Zu den wichtigsten gehören:

  • Telefonieren
  • Festhalten eigener Ideen in Stichworten
  • Vorantreiben von Dokumentationen
  • Vorbereiten zum Beispiel solcher Blog-Einträge
  • Schaffen konzeptioneller Grundlagen
  • Notieren und Priorisieren eigener Aufgaben
  • Vorbereiten von Entscheidungen durch das Festhalten von Vor- und Nachteilen

Mit der zunehmenden Verfügbarkeit mobiler Breitbandanschlüsse dürfte in diesem Zusammenhang auch die schon angesprochene Verfügbarkeit von Rahmeninformationen steigen.

Nachteile ...

Allerdings ergeben sich aus der Mobile Productivity einige Nachteile. Begleiterinnen oder Begleiter empfinden die Beschäftigung mit digitalen Geräten in ihrem Beisein mitunter als unhöflich und unkommunikativ. Speziell im Straßenverkehr besteht zudem trotz Headset & Co. die Gefahr der verminderten Aufmerksamkeit. Darüber hinaus nutzen nicht wenige Menschen Autofahrten und kleine Wartezeiten ein oft unterschätzter Aspekt zur aktiven Entspannung und zum kurzen Abschalten, um sich immer auf einem hohen Level an Konzentrationsfähigkeit bewegen zu können. Diese Phasen entfallen.

... und Vorteile der Mobile Productivity

Dem steht gegenüber, dass diese kurzen oder auch längeren Zeitabschnitte schlicht und einfach nicht ungenutzt verstreichen. Auch kleinteilige Arbeiten tragen zur Produktivität bei und entlasten im Büro-Alltag. Alle Ideen werden besser erfasst und Vorhaben in immerhin kleinen Schritten vorangetrieben. Durch häufigere Reflexion werden Entscheidungen leichter und ziehen bessere Ergebnisse nach sich. Und letztlich führen mehr Notizen zur besseren Dokumentation von Prozessen.

Die Essenz aus der Mobile Productivity lässt sich meiner Meinung nach mit drei Schlagworten zusammenfassen:

  • mehr Ergebnisse
  • mehr Ideen
  • mehr Kommunikation

Selbst kurze Fahrten und Wartezeiträume können so effektiv genutzt werden. Natürlich ist diese Methode wesentlich unproduktiver als die Arbeit im eigenen Büro, aber grundsätzlich gilt:

Eine eingeschränkte Produktivität ist immer noch besser als gar keine.

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