Linkpopularität und Suchmaschinenerfolg Teil 1: Was die Linkpopularität aussagt und wie sie ausgedrückt wird

Populär ist, wer verlinkt ist

Die Linkpopularität ist ein Konstrukt, mit dessen Hilfe die Popularität und Relevanz einer Website realistisch wiedergegeben werden sollen. Bei der Gewichtung von Websites gehen Suchmaschinen davon aus, dass diejenigen Seiten qualitativ hochwertig und wichtig sind, auf die viele Links von anderen Websites verweisen. Die Reihenfolge, in der Google und inzwischen auch viele weitere Suchmaschinen Treffer anzeigen, wird nicht von den Begriffen bestimmt, die eine Website enthält, sondern von der Anzahl und Qualität der Links, die auf die Website geschaltet sind.

Warum "hier klicken" zu Adobe führt

Ein Beispiel: Gibt man bei Google die Suchwörter „hier klicken“ ein, erscheint auf dem ersten Platz der Trefferliste die Download-Seite für den Acrobat Reader von Adobe. Die Wortfolge „hier klicken“ ist auf dieser Page allerdings gar nicht zu finden. Die Erklärung: Unzählige deutsche Seiten, die PDF-Dateien zur Verfügung stellen, verweisen auf den bekanntesten PDF-Reader. Und in den meisten Fällen ist der Link zu Adobe so oder so ähnlich betitelt: „Bitte hier klicken, um den Acrobat Reader herunterzuladen!“ Nun zählt Google, wie oft bestimmte Begriffe in Links vorkommen, und ordnet die Begriffe in den Ankertexten dem Inhalt der Zielmaschine, also der Download-Seite auf der Adobe-Website, zu. Nach diesem Prinzip funktionieren übrigens auch die so genannten Google-Bomben.

“hier klicken” führt zu Adobe

Quantität und Qualität

Nicht allein die Anzahl der Verweise auf eine Seite wirkt sich auf die Linkpopularität aus, sondern auch die Qualität der Websites, von der sie ausgehen. Diese Qualität ergibt sich wiederum aus der Linkpopularität der verlinkenden Seiten.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Link von der Startseite der Spiegel-Website, die selbst eine große Linkpopularität aufweist, qualitativ anders bewertet wird und größere Auswirkungen hat, als ein Link von einer Unterseite eines Forums auf einer kaum bekannten Website. Zwar hat auch dieser Link Einfluss auf die Linkpopularität, aber keinen so großen.

Ausdruck der Linkpopularität über den PageRank

Die Linkpopularität wird über den PageRank ausgedrückt. Diese beiden Begriffe stehen nicht synonym, denn der PageRank unterliegt noch zahlreichen weiteren Größen, doch die Linkpopularität ist einer seiner wesentlichen Bestandteile. Der PageRank umfasst eine Skala von 0 bis 10.

PageRank 10 und 9: In diesen Sphären tummeln sich die Global Player des Webs mit Millionen von Backlinks. Als kleines oder mittleres Unternehmen in eine Riege mit adobe.com, microsoft.com, google.com oder der Website der US-Regierung vorzustoßen, ist mit legalen (also von Google und anderen Suchmaschinen akzeptierten) SEO-Methoden wohl nicht möglich. Rein deutsche Websites mit PageRank 10 oder 9 gibt es derzeit nicht.

PageRank 8 und 7: Der Wert von amazon.de und google.de ist ebenfalls sehr hoch. Einen PageRank von 8 erreichen nur wirklich bekannte Unternehmen und Institutionen, die in der Regel auch außerhalb des Internets ein Begriff sind. Auch Websites mit einem PageRank von 7 sind sehr populäre und allgemein geläufige Web-Auftritte. Dazu gehören spiegel.de, heise.de, ebay.de oder n-tv.de.

PageRank 6 und 5: Personen, die sich relativ viel im Internet bewegen und sich für die jeweiligen Themenbereiche interessieren, sind Websites mit einem PageRank von 6 und 5 bekannt. Diese Seiten haben eine gewisse Größe, werden gefunden und erreichen sehr viele Menschen.

PageRank 4 bis 0: Laut einer Statistik von Sistrix weisen fast 98% aller deutschen Websites einen PageRank von 4 oder weniger auf.

Linkpopularität und PageRank sind nur zwei von vielen Größen, die in das Suchmaschinen-Ranking einfließen, aber es sind wichtige Größen. Für Unternehmen wie //SEIBERT/MEDIA, die sich professionell mit dem Internet auseinandersetzen, ist es ein realistisches Ziel, Ihre Website langfristig auf einen PageRank von 5 zu bringen – und zwar mit den legalen Methoden der White Hat SEO. Gern sprechen wir ausführlich mit Ihnen darüber.

Weiterführende eigene Artikel:

Im nächsten SEO-Artikel lesen Sie, wie Möchtegern-Optimierer versuchen, Google und Co auszutricksen, und wie Unternehmen durch Strafen für Maßnahmen der "Black Hat SEO" schnell in ernste Schwierigkeiten geraten können.

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