TwentyFeet: Fehler ist nicht gleich Fehler

Die Online-Software TwentyFeet ermöglicht einen Überblick über verschiedenste Social-Media-Accounts und -Anwendungen von einem zentralen Punkt aus. Sie verfolgt, analysiert und informiert und hilft dadurch, Auffälligkeiten und Zusammenhänge zu erkennen. Im Rahmen unserer vierteiligen Serie zu TwentyFeet stellen wir Ihnen die Software und Hintergründe zur Entstehungsgeschichte vor.

Eine Beta-Version ohne Fehler? Unmöglich.
Eine ohne 08/15-Fehlermeldungen? TwentyFeet.

Jede Website und jede komplexe Web-Anwendung hat zahlreiche potenzielle Fehlerquellen: ein inzwischen toter Link, Server-Ausfall, ein veralteter Flash-Player, Java nicht aktiviert, ... die Liste lässt sich weiter fortsetzen. Nun erscheint in solchen Fällen zumeist die übliche 404-Page mit dem Hinweis „Seite nicht gefunden“. Mitunter lädt sich die Seite bzw. die Anwendung aber auch gar nicht erst.

Was dann passiert, kennt jeder Nutzer: Man ist verwirrt, vielleicht genervt oder sogar verärgert und bricht im schlimmsten Fall die Sitzung ab. In aller Regel führen pauschale oder unverständliche Fehlermeldungen und das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken, zu Frustration.

Fehlermeldungen: Aus der Not eine Tugend machen

Was also tun, wenn man ein neues Produkt entwickelt, das noch in den Kinderschuhen steckt, und Fehler trotz intensiver Qualitätssicherung und Testphase höchstwahrscheinlich unvermeidlich sind? Man macht aus der Not eine Tugend und erstellt Fehlermeldungen, die mit einem Hauch Selbstironie und einem Augenzwinkern den Fehler benennen. Im besten Fall lockt dies beim User ein kleines Lächeln hervor und stimmt ihn milde. Aber zumindest erfährt der Nutzer konkret, wo und woran es gerade hakt.

Individuelle Fehlermeldungen signalisieren dem User, dass man sich um ihn kümmert und dass sein gutes Nutzererlebnis dem Anbieter wichtig ist. Und sie sind leicht zu erstellen. Es gibt also keinen Grund, auf sie verzichten.

Dies ist eine Auswahl an Fehlermeldungen, die wir für TwentyFeet erstellt haben. Die Hauptfigur spielt darin jeweils die personifizierte Giraffe aus dem Logo, die in allerlei Situationen verstrickt ist und dem User signalisiert: „Hier stimmt was nicht – und zwar deshalb …“

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