Video und Präsentation: How to Design Your Kanban Board?

Kanban visualisiert den Produktionsprozess in der Software-Entwicklung mit seinen verschiedenen Stufen. Bei //SEIBERT/MEDIA kommt diese Prozessvisualisierung sehr erfolgreich zur Anwendung. In einer unserer Live-Sessions zur Online-Beratung haben sich Joachim Seibert und Martin Seibert mit der Ausgestaltung des Kanban-Boards befasst, des zentralen Werkzeugs im Kanban-Prozess.

Aufzeichnung der Live-Session und die Präsentation

Hier können Sie sich die Aufzeichnung der etwa 50-minütigen Sendung ansehen:

In unserer Infothek steht dieses Video auch als MP4-Datei zum Herunterladen bereit (429 MB). Die von Joachim erstellte Präsentation zum Design des Kanban-Boards finden Sie hier:

Die wichtigsten Aspekte

Grundsätzlich ist es für Kanban-Teams unbedingt empfehlenswert, ein klassisches, analoges Task-Board zu verwenden und wirklich mit Papier zu arbeiten. Ein analoges Board an der Wand ist ein haptisches Erlebnis, integriert sich besser in die tägliche Arbeit als eine digitale Lösung und ist stets präsent.

Kanban bietet allerdings nur einen Rahmen an und macht nur wenige Vorschriften, an die sich das Team halten muss. Daher hat man bei der Ausgestaltung des Task-Boards auch relativ freie Hand und kann selbst entscheiden, welche Informationen relevant und welche verzichtbar sind. Einige zentrale Informationen sollte aber jedes Board enthalten.

Welche Prozessschritte durchlaufen Anforderungen?
Der Workflow wird von links nach rechts mithilfe von Spalten visuell abgebildet.

Wie viele Anforderungen gibt es insgesamt im System?
Wenn alle Aufgaben auf dem Board stehen, genügt ein Blick, um sich einen Überblick über die Gesamtsituation des Teams, die Auslastung und mögliche Probleme wie Kapazitätsengpässe und Aufgabenstaus zu verschaffen.

In welchem Prozessschritt befindet sich welche Anforderung gerade?
Die einzelnen Karten mit Anforderungsbeschreibungen werden vom Team von links nach rechts durch die Workflow-Spalten auf dem Board gezogen. So ist für jede Anforderung ersichtlich, in welcher Phase der Umsetzung sie sich befindet.

Welche Work-in-Progress-Limits sind definiert?
Work-in-Progress-Limits legen fest, wie viele Anforderungen maximal in einem Prozessschritt stehen und wie viele Arbeiten parallel durchgeführt werden dürfen. Für jede Spalte sollte ein solches Maximum vereinbart werden.

Welche Priorität hat welche Anforderung, in welcher Reihenfolge sie gezogen?
Dies wird häufig über die Anordnung der Karten visualisiert: Die wichtigsten Anforderungen stehen oben.

Welchen Status hat welche Anforderung?
Das Team sollte wissen, ob eine Anforderung in einem bestimmten Prozessschritt gerade in Arbeit oder schon abgeschlossen ist und darauf wartet, in die nächste Spalte gezogen zu werden. Hierfür bieten sich Notizen oder Farbmarkierungen auf den Karten an.

Welcher Mitarbeiter oder welches Team bearbeitet die Anforderung gerade?
Aus jeder Karte muss ersichtlich sein, wer die Anforderung derzeit bearbeitet. Hier ist es sinnvoll und nett, am Board nicht einfach mit Namen, sondern mit kleinen Avatar-Bildern der Teammitglieder zu arbeiten.

Kanban-Boards: Selbst entwickeln und individuell ausgestalten
Der wichtigste Erfolgsfaktor: Das Team sollte Board und Karten selbst entwickeln. Das Team weiß am besten, wie Projekte ablaufen, und arbeitet jeden Tag mit dem Board. Das Team ist auch aufgefordert zu definieren, welche Informationen relevant und sinnvoll sind und wie sie aufbereitet sein sollen. Kanban sieht beim Design des Boards so gut wie keine Beschränkungen vor.

Weiterführende Informationen

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