JIRA 6.3: Tiefe Integration des Entwicklungszyklus, besseres Agile-Reporting und mehr

Dieser Tage hat Atlassian die neue Version des Tracking- und Projektmanagementsystems JIRA ausgeliefert. Dank der Neuerungen in JIRA 6.3 können Software-Entwicklungsteams, die auch Dev-Tools von Atlassian einsetzen, ihren Entwicklungszyklus noch tiefer mit JIRA integrieren. Außerdem bietet das Release neue agile Reporting-Funktionen sowie diverse Verbesserungen und Optimierungen, die zu mehr Effizienz und Flexibilität führen. Das ist neu in JIRA.

Intelligentes und automatisiertes Issue-Tracking

Die Weiterentwicklung von JIRA verfolgt das Ziel, dass Teams weniger Zeit für das Management von Vorgängen und mehr Zeit für produktive Arbeit haben. Auch JIRA 6.3 setzt hier an und bietet gerade Entwicklungsteams mehr Effizienz. Entwickler können Branches direkt aus Vorgängen heraus erzeugen und JIRA pflegt den Vorgangsstatus automatisch über den Entwicklungszyklus hinweg. Was ist daran nun neu? In JIRA gibt es ja bereits Smart Commits. Doch Smart Commits erfordern, dass Entwickler Insider-Befehle wie diesen kennen:

JRA-345 #resolve #time 2d 5h #comment Task completed ahead of schedule

JIRA 6.3 hebt Smart Commits auf eine neue Stufe. Erzeugt ein Entwickler einen Pull-Request oder ein Code-Review, um andere auf Code aufmerksam zu machen, aktualisiert JIRA automatisch den Status des betreffenden Vorgangs. Teams können eine neue Workflow-Komponente namens Trigger nutzen, um Issues zu aktualisieren, während das Team arbeitet. Smart Commits funktionieren neben den neuen automatischen Transitions, um Zeiterfassung, Kommentare und andere Dinge zu automatisieren.

Im Detail gestaltet sich das so: Wenn ein Entwickler einen Pull-Request oder ein Code-Review erzeugt, kann JIRA den verknüpften Vorgang automatisch vom Status In Bearbeitung in den Status Code Review überführen. Entwickler müssen nicht beide Systeme aktualisieren.

JIRA 63 Trigger

Die neu implementierten Trigger spiegeln viele Aktionen wider, die Entwickler häufig durchführen: Branches erzeugen, Commits, Pull-Requests erstellen, diverse Review-Ereignisse etc. Teams nutzen JIRA auch wegen seines flexiblen Workflow-Konzepts. Und Trigger setzen auf den bestehenden Workflow eines Teams auf. Es lassen sich genau die richtigen Aktionen konfigurieren, um den Entwicklungsprozess zu automatisieren. JIRA soll Teams nicht in präskriptive Workflows pressen und bietet deshalb nun Trigger, um individuelle Workflows zu straffen.

JIRA 63 Trigger 2

Wenn Teams automatische Transitions nutzen, bleiben alle Beteiligten im Bilde. Entwicklungsmanager, Teamverantwortliche und Product Owner haben eine zentrale Stelle, an der sie den aktuellen Status eines Vorgangs einsehen können. Auf dem Entwicklungs-Panel, das in JIRA 6.2 eingeführt wurde, sind alle Entwicklungs-Artefakte abgebildet, und zwar so automatisiert und sichtbar wie nie.

JIRA 63 Dev Panel

Besseres Reporting für agile Teams

Mit JIRA 6.3 wurde die neue Version von JIRA Agile ausgeliefert (früher GreenHopper). JIRA Agile 6.5 bringt neue Reports mit, die die Interpretation agiler Metriken vereinfachen. JIRA hält nicht nur Issues aktuell, das System lernt auch, wie Teams planen, arbeiten und Produkte ausliefern. Drei aktualisierte Reports gibt es im neuen JIRA Agile : Release Burndown, Epic Burndown und den Control-Chart. Die Release- und Epic-Burndown-Diagramme erleichtern es, Arbeit über die Zeit hinweg zu verstehen. Teams sehen fertiggestellte Arbeit und hinzugefügten sowie entfernten Umfang und können besser voraussagen, wann ein Release oder Epic komplett sein wird.

JIRA 63 Reporting

Agile dreht sich um Lernen und Optimierung durch Veränderung. Der neue Control-Chart ermöglicht tiefe Einblicke in den Fluss der Arbeit durch das Team. So kann ermittelt werden, wo Flaschenhälse auftreten, um die Velocity des Teams zu verbessern. Der Control-Chart hilft auch dabei, bessere Schätzungen dahingehend zu treffen, was zu besser vorhersagbaren Auslieferungen führt.

JIRA 63 Reporting 2

Es besteht auch die Möglichkeit, in eine Zeitperiode hineinzuzoomen oder auch lange laufende Issues einfach herunterbrechen, um die Daten besser zu verstehen.

Neue Vorgänge in Sprints einfach anlegen

Eine von JIRA-Kunden gewünschte Funktion war eine einfache Möglichkeit, Vorgänge in Sprints zu erstellen, an denen das Team arbeitet. In JIRA 6.3 mit JIRA Agile lassen sich im Planungsmodus Vorgänge nun "in-line" anlegen. Wenn das Team bei der Sprint-Planung ist und neue Aufgaben auf der Bildfläche erscheinen, entstehen in diesen Meetings oft Konversationen, die in diesem Moment direkt eingefangen werden müssen. Können Issues in-line festgehalten werden, stellt das sicher, dass die neue Arbeit klar definiert ist. Diese neuen Aufgaben lassen sich einem aktuellen oder einem künftigen Sprint per Klick hinzufügen.

JIRA 63 Inline-Issues

Weitere Neuerungen

Für Administratoren ist es noch komfortabler, JIRA-Projekten Komponenten und Versionen hinzuzufügen. Dazu muss nur der Name der neuen Version oder Komponente im Vorgangsdetail-Bildschirm eingetragen werden.

JIRA 63 Versionen Komponenten

Auch der Weg, JIRA-Tickets Anhänge hinzuzufügen, ist komfortabler. Dank der HTML5-Oberfläche brauchen Attachments nur auf einem Issue abgelegt zu werden, um sie direkt hochzuladen. Zudem bietet JIRA 6.3 ein verbessertes Auditing, neue Issue-Importer, die eine Migration erleichtern, und eine neue Berechtigungsoption, um flexibler zu kontrollieren, wer Transitions anstoßen kann.

Wir sind Ihr JIRA-Partner

//SEIBERT/MEDIA ist offizieller deutscher Vertriebspartner von Atlassian und einer der größten Atlassian Experts weltweit. Wir unterstützen Sie gerne bei allen Aspekten rund um eine Einführung und produktive Nutzung von JIRA in Ihrem Unternehmen – von der strategischen Beratung und Planung über die Lizenzierung, Implementierung und Anpassung bis hin zur Aktivierung der Mitarbeiter und der Optimierung der Nutzung. Ausführliche Infos über JIRA-Projekte mit //SEIBERT/MEDIA inklusive Kalkulationsbeispielen haben wir für Sie in unserem umfangreichen JIRA-Orientierungsangebot vorbereitet.

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