Warum stark wachsende Unternehmen Atlassian Data Center testen sollten

Unternehmen, die Atlassian-Produkte in der eigenen Infrastruktur betreiben wollen, bietet Atlassian zwei Optionen. Die meisten Kunden setzen zunächst auf die Server-Produktlinie, die die Möglichkeit bietet, das Produkt herunterzuladen und auf einem einzelnen Server zu installieren und zu hosten.

Doch in vielen Organisationen stoßen diese Installationen irgendwann an Grenzen – speziell, wenn das System technisch mit stark wachsenden, skalierenden Teams Schritt halten muss. Wenn Unternehmen wachsen, ist es eine Herausforderung, dafür die organisatorischen Voraussetzungen auf technischer Seite zu schaffen. Performance-Probleme lassen sich mit mehr Ressourcen für die Instanz vielleicht kurzfristig lösen, doch manchmal gehen die Anforderungen eben über das hinaus, was eine klassische Server-Installation zu leisten vermag.

Um den Wachstumsanforderungen von Enterprise-Kunden Rechnung zu tragen, hat Atlassian vor einigen Jahren das Data-Center-Deployment eingeführt. Diese Enterprise-Edition ist ebenfalls für den Betrieb in der eigenen Infrastruktur bestimmt, doch sie bietet zu jedem Zeitpunkt der Unternehmensentwicklung und in jedem Nutzungsszenario Verlässlichkeit und Verfügbarkeit.

Atlassian Data Center

Innovation bei der Skalierung

Wenn Unternehmen stark wachsen, bekommt die gut geölte Maschinerie, die bisher ziemlich rund gelaufen ist, nach und nach Stotterer und Aussetzer. Vielleicht wirken einst sinnvolle Prozesse heute bremsend, vielleicht stehen Silos der unternehmensweiten Zusammenarbeit im Weg. Im Kern geht es darum, Wege zu finden, die es den Teams ermöglichen, reibungsarm zusammenzuarbeiten, wenn die Organisation skaliert und die Rahmenbedingungen sich geändert haben.

Bei der Produktentwicklung berücksichtigt Atlassian, dass auch große Organisationen die Zusammenarbeit in Teams längst als Erfolgsfaktor betrachten und handhaben. Die Data-Center-Produkte adressieren die neuen Herausforderungen, denen Enterprise-Teams gegenüberstehen. Ein Beispiel aus der Software-Entwicklung macht das deutlich.

Zusammenarbeit in verteilten Entwicklungsteams

In den meisten Organisationen auf Enterprise-Ebene gibt es heute verteilte Teams, die an Standorten auf der ganzen Welt verteilt sind. Über all diese Standorte hinweg eine gleichmäßig gute Performance eines wichtigen Systems zu gewährleisten, ist nicht trivial. In klassischen IT-Setups kann es in manchen Fällen Stunden dauern, bis in einem verteilten Software-Team ein großes Repository kopiert ist, weil die Entfernung zur Primärinstanz so groß ist.

Der Git-Repository-Manager Bitbucket Data Center unterstützt solche Entwicklungsteams mit dem Smart-Mirroring-Feature. Dieses eröffnet die Option, einen oder mehrere aktive Spiegel-Server aufzusetzen, die an Remote-Standorten Lesekopien der Repositories bereitstellen, die von der Primärinstanz automatisch auf den neuesten Stand aktualisiert werden. Dank der Smart-Mirroring-Technologie dauert das Kopieren Minuten statt Stunden, wie Atlassian bei Tests ermittelt hat.

Downtime-Minimierung

Planmäßige Ausfallzeiten, um Wartungsarbeiten an Systemen durchzuführen, sind in Unternehmen gang und gäbe. In manchen Organisationen mit einem Standort wird dies zähneknirschend hingenommen – die IT-Teams nehmen ihre Arbeiten eben nachts oder an Wochenenden vor, damit sie die Anwenderteams nicht beeinträchtigen. In global verteilten Unternehmen und Teams wird es allerdings schnell schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um ein beispielsweise Update einzuspielen, ohne dass sich dies auf Endnutzer auswirkt. Hier schaffen die Zero-Downtime-Upgrades in Jira und Jira Service Desk sowie der Read-only-Modus in Confluence Abhilfe.

Mit Zero-Downtime-Upgrades ist es möglich, Jira und Jira Service Desk Knoten für Knoten zu aktualisieren, ohne die Gesamtinstanz vom Netz nehmen zu müssen; die Nutzer können währenddessen also reibungslos mit dem System arbeiten. Der Read-only-Modus kann zum Einsatz kommen, wenn Confluence oder ein Teil der Confluence-Infrastruktur aktualisiert wird. Derweil sind die Teams weiterhin in der Lage, durch die Instanz zu navigieren, Seiten, Blogs und Anhänge aufzurufen und die Suche zu nutzen.

Schnellere, effektivere Teamarbeit

In Unternehmen mit einer skalierenden Nutzerbasis besteht die Gefahr, dass alte Informationen, die nicht mehr relevant sind, aber im System verbleiben, die Zusammenarbeit behindern. Ob beim Suchen oder im Zusammenhang mit dem schnellen Zugriff auf Informationen – alte, abgelaufene Daten bremsen die Effizienz. In Jira Data Center gibt es einen nativen Archivierungsmechanismus, der hilft, diese Herausforderung zu meistern. Diese Funktion ermöglicht es, alte Projekte mit wenigen Klicks zu archivieren und diejenigen Daten zu entfernen, die die Instanz belasten und die User behindern.

Schnelles Wachstum mit Selbstsicherheit

Um eine steigende Zahl von Nutzern und Teams und ihre Zusammenarbeit zu fördern, braucht es Tools, die stets verlässlich verfügbar sind. Deshalb bieten die Data-Center-Produkte von Atlassian Hochverfügbarkeit bei der Skalierung.

Eine reibungsarme Skalierung ist eine besondere Herausforderung, und die Verwaltung der Infrastruktur und die Administration der Atlassian-Produkte kann ohne langfristigen Plan kostspielig und zeitintensiv werden. Atlassian investiert beständig in die Data-Center-Plattform, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Atlassian-Tools für viele Kunden längst zu geschäftskritischen Anwendungen geworden sind, die das derzeitige und das künftige Wachstum unterstützen müssen. Dabei geht es jedoch nicht ausschließlich um Skalierbarkeit und Performance an sich, sondern auch um die richtigen Werkzeuge.

Ballast loswerden

Zu viele nicht mehr benötigte Informationen behindern nicht nur die Teams, sie verlangsamen auch die Instanz. Die Projektarchivierung in Jira kann zu signifikanten Performance-Gewinnen führen. So haben Tests gezeigt, dass die Archivierung sich positiv auf die Ladezeiten von Boards und die Geschwindigkeit von JQL-Suchen auswirkt.

Ein anderes Beispiel ist der Custom Fields Optimizer für Jira Data Center. Im Standard haben Custom Fields einen globalen Kontext, sie sind also über alle Projekte hinweg verfügbar. Diese globalen Custom Fields müssen für jeden Vorgang im System indiziert werden und tragen somit maßgeblich zur Größe des Jira-Index bei. Data-Center-Instanzen sind davon besonders stark betroffen, weil der Index über die Nodes hinweg aktuell gehalten werden muss. Und hier gilt die Faustregel: je mehr Custom Fields, desto größer der Index und desto länger die Replikationszeit zwischen den Knoten. Mit dem Custom Fields Optimizer können Administratoren das System nach Custom Fields durchsuchen, die die Performance negativ beeinflussen, und ihre globalen Indizes sicher entfernen, ohne dabei Datenverluste befürchten zu müssen.

Toolkits und Ressourcen für Admins

Atlassian-Systeme lassen sich umfangreich anpassen und auf individuelle Bedürfnisse zuschneiden. Die Lösung von Performance-Problemen erfordert daher manchmal tiefes Graben, um die Ursachen aufzudecken. Für das Anwendungsmanagement stellt Atlassian diverse hilfreiche Ressourcen zur Verfügung – beispielsweise die Node-Sizing-Dokumentation, Performance-Testing-Frameworks und Monitoring-Anleitungen.

Das richtige Maß an Kontrolle

Mit zunehmender Größe von Organisation wachsen häufig auch die Anforderungen an Compliance, Sicherheit und Regulierung. Und neben diesen zusätzlichen Bedürfnissen entsteht auch mehr Komplexität: Sichtbarkeit und Kontrolle sind wichtige Voraussetzungen für Konsistenz und für die Minimierung negativer Einflussfaktoren, doch Sichtbarkeit herzustellen und Aktivitäten zu tracken, wird mit der wachsenden Nutzerbasis umso schwieriger. Auch hier bietet Data Center diverse Hilfsmittel.

Flaschenhälse vermeiden, ohne die Nachvollziehbarkeit aufzugeben

Es gibt Szenarien, in denen die Administratoren selbst zu Flaschenhälsen werden, wenn es beispielsweise um die Installation neuer Apps, die Erteilung von Berechtigungen oder das Hinzufügen und Entfernen von Nutzern geht. Speziell in großen Unternehmen besteht die Anforderung, solche Aufgaben delegieren zu können, ohne Übersicht und Kontrolle abzugeben.

In Crowd Data Center erlaubt die Delegated-Admin-Funktion es globalen Administratoren, Admin-Rechte auf Gruppenebene an andere Nutzer zu delegieren, sodass diese für ihre Gruppen selbst User hinzufügen und entfernen können. Dabei behalten die globalen Admins jederzeit den Überblick, da das Audit-Log alle Änderungen registriert.

Wahl der Infrastruktur

Was den eigentlichen Betrieb und die Infrastruktur von Atlassian-Produkten betrifft, haben Enterprise-Kunden ganz unterschiedliche Anforderungen. Sie können die Data-Center-Produkte hinter der eigenen Firewall mithilfe von Technologien wie VMWare oder Bare Metal implementieren oder auf IaaS-Anbieter wie AWS und Azure setzen, was die Administrationskosten senkt, während die Kontrolle beim Unternehmen bleibt.

Dank dieser unterschiedlichen Optionen haben Organisationen es in der eigenen Hand, ihre Teams bei der täglichen Arbeit zu unterstützen und ihre Infrastruktur entsprechend der individuellen Unternehmensziele auszurichten.

Dies sind nur einigen Beispiele, die zeigen, wie Atlassian Data Center Skalierung und Wachstum unterstützt und dabei das richtige Maß an Kontrolle gewährleistet. Haben Sie Fragen zur Data-Center-Produktreihe? Wir sind Atlassian Platinum Solution Partner: Gerne unterstützen wir Sie bei der Evaluation eines für Sie optimalen Lizenzmodells, kümmern uns um sämtliche Fragen rund um Ihr Lizenz-Setup und sorgen für einen reibungslosen weiteren Verlauf. Melden Sie sich bei unseren Lizenzspezialisten!

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