OpenOffice bei //SEIBERT/MEDIA oder unser monatlicher Tag der offenen Tür für Job-Interessierte (und andere Leute)

Hier geht es nicht um Apache OpenOffice, die freie und offene Büro-Software, sondern um die Veranstaltungsreihe bei //SEIBERT/MEDIA. An jedem dritten Freitag im Monat öffnen wir die Türen unseres Büros im LuisenForum Wiesbaden und heißen Leute willkommen, die sich dafür interessieren, wie wir so arbeiten. Warum wir das tun und wie das normalerweise abläuft, möchte ich hier mal darstellen.

Vom Bewerberstammtisch zur festen Institution im Bewerbungsprozess

Fast jedes Unternehmen bietet diverse öffentliche Inhalte an, die auf die Informationsbedürfnisse von Bewerbern ausgerichtet sind. Doch solche Ressourcen haben zumeist eines gemeinsam: Oft zeichnen sie ein romantisiertes, idealisiertes Bild und lassen dabei so manche praxisrelevante Frage offen.

Im Anfrageprozess hat man es meist nur mit den HR-Leuten zu tun; die eigentlichen Kollegen bekommt man manchmal erst dann zu Gesicht, wenn man seinen Schreibtisch bezieht. Und inwiefern die für Interessenten angebotenen Job-Infos mit der tatsächlichen Arbeitswirklichkeit übereinstimmen, ist so eine Sache: Wenn sich zum Beispiel schließlich herausstellt, dass es sich bei "Agile" um einen reinen Employer-Branding-Papiertiger handelt, ist es zu spät.

Das nachbearbeitete Foto einer Wohnung anzuschauen, aufgenommen aus einem sorgfältig ausgesuchten Blickwinkel bei optimalen Lichtverhältnissen, oder die Wohnung zu besichtigen und dabei auch dem Vermieter die Hand zu schütteln, sind nun mal zwei Paar Schuhe.

Was können wir machen, um Job-Interessierten so früh wie möglich bessere, möglichst umfassende Einblicke und mehr Transparenz zu bieten, als es auf klassische Weise möglich ist? Das war die Ausgangsfrage, die uns 2012 dazu bewogen hat, unseren "Bewerberstammtisch" ins Leben zu rufen. Damit wollten wir den Leuten die Möglichkeit eröffnen, ein paar //SEIBERT/MEDIA-Mitarbeiter persönlich kennenlernen, einen Kaffee zusammen zu trinken und Antworten auf individuelle Fragen zu bekommen.

In der Folge hat sich unser Bewerberstammtisch ziemlich schnell zur "Büroführung für jedermann" entwickelt und ausgeweitet - unser OpenOffice. Die Haupt-Zielgruppe sind weiterhin unsere Bewerber und solche, die es noch werden wollen. Doch danach folgen gleich andere interessierte Menschen, die mal einen Einblick in ein agiles Unternehmen erhalten und an unseren Erfahrungen teilhaben möchten. Hin und wieder ist auch mal jemand aus einem anderen Unternehmen dabei, um zu sehen, "Wie machen die das eigentlich?" oder "Wie sehen die Büros bei denen aus?". Und genau das wollen wir bei unserem OpenOffice zeigen.

Das Leitmotiv: unsere Werte

Melanie und ich sind fast immer beim OpenOffice dabei

An jedem dritten Freitag im Monat (die genauen Termine stehen hier: seibert.biz/openoffice) kommen unterschiedliche Menschen gegen 16:00 Uhr ins fünfte OG des Wiesbadener LuisenForums. Zuvor anmelden muss man sich nicht.

Dort werden sie meist von Melanie und mir empfangen. Über die Jahre sind noch weitere Kollegen dazu gestoßen, die beispielsweise im Urlaub für uns einspringen oder uns im späteren Verlauf des Nachmittags ergänzen, siehe unten. Dann begeben wir uns auf eine Route durch die Etage, die sich über die Jahre entwickelt und etabliert hat, und machen an interessanten Stationen halt.

Los geht es immer in der Ecke, in der unsere Unternehmenswerte an die Wand geschrieben stehen. Das ist ein wichtiger Punkt, da wir im Laufe der Büroführung auf genau diese Werte immer wieder eingehen. Ein gutes Beispiel ist Offenheit: Die offene Gestaltung der Büros spricht eigentlich für sich. Aber Offenheit hat ja noch eine andere Dimension - und genau die wollen wir mit Konzepten wie dem OpenOffice bedienen.

Unsere "Werteecke"

Nach dem ersten Stopp gehen wir nach und nach einige Teambereiche, Meetingräume wie Olymp und Mittelerde, die Teeküche oder auch gerne mal das "Büro", in dem Martin Seibert sitzt, ab. Oft haben wir das Glück, dass trotz der recht fortgeschrittenen Tageszeit noch Kollegen da sind, die uns zu "ihren" Bereichen was erzählen, sodass Melanie und ich nicht wie Touristenführer erscheinen.

Während unserer Führung hoffen wir natürlich auf Fragen der Teilnehmer. Dadurch erfahren wir, was die Leute wirklich interessiert: Wir erzählen gerne etwas, das von unseren "Standardtexten" zum aktuellen Bereich abweicht bzw. darüber hinausgeht!

Dabei ist uns natürlich bewusst, dass viele Teilnehmer zum ersten Mal in unseren Büros sind und eine gewisse Zurückhaltung vorhanden ist. Mit unserer (hoffentlich) lockeren Art aktivieren wir die Gruppe oder einzelne Leute hier und da, um das Eis zu brechen.

Viel Raum für Gespräche und Fragen

So geht ziemlich schnell gerne mal eine Dreiviertelstunde ins Land. Nach der letzten Station (meist die Gemüsebeete auf der Terrasse) begeben wir dann gemeinsam runter ins dritte OG. Dort haben wir noch weitere Meetingräume und den großen Aufenthaltsraum.

Hier haben die Teilnehmer ein paar Minuten Zeit, sich selbständig umzuschauen, auf die Toilette zu gehen und sich ein Getränk zu schnappen. Anschließend setzen wir uns an einem unserer Mittagstische zusammen und reden über alle Themen, die in unserem Arbeitsalltag vorkommen.

Das ist der Zeitpunkt, an dem weitere Kollegen dazustoßen, damit möglichst viele Leute ihre Sichtweisen wiedergeben können. Oft ist es eine gute Mischung aus drei bis vier Mitarbeitern aus unterschiedlichen Teams und Fachgebieten mit unterschiedlich langen Unternehmenszugehörigkeiten.

Viele unserer OpenOffice-Besucher finden die Einblicke von Kollegen, die erst in den letzten Monaten eingestiegen sind, besonders spannend - schließlich hatten diese vor kurzem noch ganz ähnliche Fragen wie Teilnehmer jetzt und können nun "aus erster Hand" berichten, wie die Dinge wirklich stehen.

Als mögliche Gesprächsthemen haben wir eine lange Liste mit Punkten, zu denen wir ziemlich viel erzählen können. Hier sind nur ein paar Beispiele:

  • Arbeitszeit(-modelle), Gleitzeit, Urlaub ...
  • Einarbeitung, Prozesse, Ausbildung, "Karriere" ...
  • Teams, Teamorganisation, Teamwechsel ...
  • Projekte, Produkte, Kunden ...
  • Mittagessen, Events, Sport(-angebote) ...
  • Mentoring/Coaching, soziales Umfeld ...
  • Gehalt, Prozess der Gehaltsfindung ...
  • Hunde im Büro, Massagen, Dienstfahrräder ...
  • ... und natürlich: Wo kommt überhaupt der ganze Kuchen bei uns her?!

Viel lieber ist es uns auch hier, wenn uns die Teilnehmer Fragen stellen oder Stichwörter einwerfen, damit wir dazu was erzählen. Oftmals ergibt ein Stichwort das nächste und die Frage "Wie ist das mit der Arbeitszeit?" führt schnell weiter zu Themen wie Überstunden (können ausgezahlt oder "abgebummelt" werden), Urlaub (wird im Team abgestimmt), Home-Office (wird ebenfalls mit dem Team geklärt) und so weiter.

Falls die Gruppe zu groß ist oder Teile der Gruppe lieber fachlich mehr ins Detail gehen möchten, trennen wir uns auch mal auf. Dann ziehen sich zum Beispiel fachlich passende Kollegen mit ein paar Teilnehmern in einen Meetingraum zurück und stoßen dann später wieder zu den anderen.

Ein kurzes Feedback

Tja, und auf einmal sind drei Stunden vorbei. Ich sage den Teilnehmern am Anfang gerne, dass ich so gegen 19:00 Uhr langsam ein zuckendes Auge bekomme, da mein Körper dann ins Wochenende will, doch meist wird es sogar eher halb acht. Es bleiben nicht alle bis zum Schluss; das ist für uns überhaupt kein Problem und das sagen wir auch am Anfang: Jeder nach eigenem Interesse!

Zum Ende machen wir in der Runde noch ein Blitzlicht, um ein kurzes Feedback abzufragen: "Du bist ja mit einer Erwartung hierher gekommen: Was war gut und was hat dir gefehlt?" Auch beim OpenOffice wollen wir immer besser werden und dazu brauchen wir natürlich Rückmeldungen.

Durch die Flut an Infos, die unsere Teilnehmer in den zwei bis drei Stunden erhalten haben, bleiben selten Fragen unbeantwortet. Besonders oft bekommen wir das Feedback, dass die Teilnehmer nicht mit so einem offenen Konzept gerechnet haben, bei dem wir zum Teil tief ins Detail gehen.

Nun, und was wollen wir mit alledem erreichen? Das lässt sich leicht zusammenfassen: Wir wollen erreichen, dass aktive Bewerber sich noch mehr auf //SEIBERT/MEDIA freuen und dass unentschlossene Interessenten nun die nötigen Infos haben, um sich besser entscheiden zu können: Bewerbe ich mich oder lasse ich es sein? Wie gesagt: Eine neue Wohnung kann man erst dann richtig einschätzen, wenn man reingeht, sich umsieht und auch mal guckt, ob im Bad auch wirklich heißes Wasser aus dem Hahn kommt. Und da wir beim gesamten Bewerbungsprozess sehr an dem Menschen hinter der Bewerbung interessiert sind, ist diese sehr persönliche Veranstaltung auch für uns als Arbeitgeber unglaublich hilfreich.

Also komm mal vorbei, wenn du sehen möchtest, wer wir sind, wie wir arbeiten und wie wir "ticken". Ich werde am Start sein und freue mich schon darauf, dich kennenzulernen! 🙂

Weitere Infos

Unser Infoportal für Bewerber und Job-Interessierte
Kaltes Wasser, geteiltes Wissen, produktives Arbeiten – mein Praktikum bei //SEIBERT/MEDIA in Wiesbaden
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