Atlassian Opsgenie: neue Oberfläche, Incident-Timeline, Postmortem-Berichte, Statuspage-Integration

Opsgenie will Entwicklungs-, IT- und DevOps-Teams durch ein modernes Incident-Management dabei unterstützen, Störfälle ihrer Anwendungen und Systeme effektiv, effizient und systematisch zu lösen und aus ihnen zu lernen. In den vergangen Monaten und Wochen hat Atlassian mehrere interessante Features für Opsgenie ausgeliefert, die wir uns hier genauer ansehen wollen.

Neue Oberfläche und nahtlose Integration mit dem Atlassian-Identitätsmanagement

Opsgenie bietet nun eine überarbeitete Oberfläche und ist damit visuell und in Sachen Look & Feel an die anderen Atlassian-Produkte herangerückt. Atlassian hat das Menü und damit die Navigation im System vereinfacht und diverse visuelle Optimierungen vorgenommen, die die Alarm- und Incident-Informationen um zusätzliche Klarheit bereichern.

Hinzu kommen weitere Änderungen wie diese:

  • separate Seiten für Vorfälle und Alarme
  • kontextuelle Aktionsknöpfe, die angezeigt werden, wenn der Cursor über einem Alarm steht
  • Zugriff auf einen Support-Hub, der Anleitungen und Tipps innerhalb der Anwendung bietet

Eine kurze Einführung zur erneuerten Opsgenie-Oberfläche gibt das folgende Video:

Darüber hinaus können Nutzer von Jira Cloud Zeit sparen und das Aufsetzen straffen, indem sie ihre Atlassian-IDs verwenden, um Opsgenie-Accounts und -Testzugänge zu erstellen.

Schnellere Problembehebung mit Opsgenie-Aktionen

Durch die Automatisierung von Aufgaben bieten die neuen Opsengie-Aktionen Teams das Potenzial, viel Zeit einzusparen - und darauf kommt es im Störfall an. Beispielsweise kann Opsgenie mit dem AWS-Systemmanager zusammenarbeiten, um Aufgaben wie das Neustarten einer AWS-EC2-Instanz zu automatisieren oder um Sicherheitsrollen direkt aus der Opsgenie-Applikation heraus zu verwalten. Außerdem kann das System zusätzliche Aktionen durch beliebige Drittanbieter-Tools anstoßen, die Webhooks akzeptieren.

Opsgenie

Timeline: zentrale Anlaufstelle für alle Details

Die Opsgenie-Timeline ist die Zentrale, die alle Beteiligten während eines Vorfalls und bei der Nachbereitung ins Bild setzt und die die Teams mit den nötigen Informationen versorgt, die sie für eine schnelle Lösung brauchen. Die Timeline listet wichtige Details wie den Status der Störung, zugehörige Alarme, Aktualisierungen, Aktivitäten im Incident Command Center und weitere Informationen auf. Dank tiefer Integrationsmöglichkeiten mit Jira lassen sich hier außerdem alle assoziierten Tickets einsehen. Diese gebündelte Zusammenfassung aller Informationen im Zeitverlauf ist über die Vorfallsdetails verfügbar und auch in den späteren Postmortem-Bericht eingebunden.

Postmortem-Berichte für kontinuierliches Lernen

Postmortems bilden einen notwendigen und wertvollen Bestandteil eines systematischen Incident-Management-Prozesses. Sie versetzen Teams in die Lage, aus Vorfällen zu lernen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und das Nutzererlebnis während einer Downtime kontinuierlich zu verbessern. Die neuen Postmortem-Berichte in Opsgenie fassen alle relevanten Informationen zu einem Vorfall in einem konsistenten, leicht zu erfassenden Format zusammen und reduzieren damit die Frustration eines manuellen Prozesses. Teams können je nach Bedarf auch ihre eigenen Details integrieren, um Folgeaktionen anzutreiben und Learnings zu dokumentieren.

Opsgenie

Proaktive Überwachung externer Dienste via Statuspage-Integration

Unternehmen, in denen Abhängigkeiten von externen Diensten bestehen, die Atlassian Statuspage nutzen, haben nun die Option, diese Statusdetails direkt in Opsgenie einzubinden; hier sind sie dann von der Services-Seite aus zugänglich. Das versetzt Teams in die Lage, die Status aller Dienste an einer Stelle zu überwachen und in Opsgenie Alarme und Vorfälle anzustoßen, falls ein Dienst ausfällt.

Opsgenie

Edge Encryption für erweiterte Sicherheit

Mithilfe der Edge Encryption von Opsgenie können sensible Daten jetzt geschützt werden, bevor sie die Umgebung verlassen. Per AEC-Verschlüsselung chiffriert das System alle Alarm- und Nutzerdaten. Nur die Nachricht, die Tags und die Alias-Felder bleiben unverschlüsselt, da sie notwendig sind, um Opsgenie zu nutzen. Die Chiffrierschlüssel werden durch den Kunden verwaltet; Atlassian hat auf die rohen Nutzdaten ebensowenig Zugriff wie irgend eine andere externe Instanz.

Sichere bidirektionale Integration per Opsgenie Edge Connector

Der Opsgenie Edge Connector ist eine neue, schlanke App, die eine sichere bidirektionale Integration für Systeme bietet, die nicht über das Internet erreichbar sind. Die Anwendung kann in der eigenen Infrastruktur oder in der Cloud betrieben werden kann. Der Edge Connector bietet darüber hinaus diese Möglichkeiten:

  • Nutzung von Skripten in beliebigen Sprachen (Python, Go, Groovy, shell scripts usw.)
  • einfache Übergabe von Variablen und Parametern an Skripte
  • Anstoßen von Executables durch Opsgenie in lokalen oder Cloud-Systemen
  • Integration mit Git, um Skripte, Referenzen und Konfigurationsdateien in einem Repository zu speichern

Der Opsgenie Edge Connector gewährleistet eine sichere Kommunikation, sorgt durch die Bereitstellung von Daten für kürzere Reaktionszeiten und hilft, Wiederherstellungsaktionen auszuführen.

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Weiterführende Infos

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