Atlassian Crowd 4: Performantes Enterprise-Nutzermanagement für die Zukunft

Immer mehr Atlassian-Kunden, die ihre Systeme in der eigenen Infrastruktur betreiben, verwenden Crowd als professionelle, auf die anderen Atlassian-Tools abgestimmte Nutzermanagement-Lösung. Nun hat Atlassian Crowd in der Version 4.0 ausgeliefert, einem sogenannten Plattform-Release, das nicht nur neue Features, sondern umfangreiche technische und infrastrukturelle Neuerungen umfasst.

Eine bessere Performance für Atlassian Crowd

Einer der Hauptvorteile von Crowd ist die Möglichkeit, die Performance-Belastung der einzelnen Atlassian-Produkte durch die Zentralisierung der Nutzerverwaltung zu reduzieren. Doch auch für Crowd selbst gilt natürlich: Wenn der Umfang des Systems wächst, besteht die Gefahr, bei der Skalierung die Performance zu opfern.

Herausforderungen in Sachen Performance können hier insbesondere durch eine steigende Zahl von Verzeichnissen und die Nutzung geschachtelter Gruppen, um komplexere Konfigurationen für eine große Nutzerbasis umzusetzen, entstehen. Atlassian Crowd 4 adressiert diese Problemfelder und bietet zwei Wege zur Verbesserung der Performance:

  • die Möglichkeit, die Prioritäten der gecachten Verzeichnisse zu optimieren, sowie
  • einen neuen Ansatz, um geschachtelte Gruppenhierarchien zu handhaben.

Optimierung der Priorisierungen gecachter Verzeichnisse

Gecachte Verzeichnisse haben den Vorteil, dass Administratoren Nutzer und Gruppen viel schneller einsehen können, da der Prozess entfällt, sie erst aus dem externen Verzeichnis herunterladen zu müssen. Und es gibt Unternehmen, die davon regen Gebrauch machen und bis zu zehn externe Verzeichnisse verwenden, um zum Beispiel verschiedene Standorte oder unterschiedliche Regionen zu kombinieren.

Doch dann kommt die Authentisierung. Anders als beim bloßen Einsehen von Nutzern muss hier stets auf die externen Verzeichnisse (statt auf den Cache) zugegriffen werden, um sicherzugehen, dass die Daten korrekt und aktuell sind; außerdem speichert Crowd keine Passwörter, die aus Remote-Verzeichnissen kommen.

Nun müssen wir bedenken, dass jeder Login-Versuch jedes einzelnen Users gegen jedes einzelne Verzeichnis gecheckt wird. Falls sich das Verzeichnis, zu dem der Account eines Nutzers gehört, im unteren Bereich der abzuarbeitenden Reihenfolge befindet, ist das Login-Erlebnis langsamer.

In Atlassian Crowd 4 ist es nun möglich, die Prioritäten gecachter Verzeichnisse zu optimieren. Wenn diese Funktion aktiviert ist, nutzt Crowd die gecachten Verzeichnisse, um jene zu depriorisieren, die den Nutzer-Account nicht enthalten, was den Authentisierungsprozess beschleunigt. Falls der zu authentisierende Nutzer in keinem der gecachten Verzeichnisse existiert, setzt Crowd sie ans Ende der Reihe. Diese Optionen helfen Crowd, sich auf die richtigen Verzeichnisse zu fokussieren, und sparen den Nutzern Zeit.

Atlassian Crowd 4.0 - gecachte Verzeichnisse

Performanteres Handling geschachtelter Gruppen

Darüber hinaus bietet Crowd jetzt einen effizienteren Ansatz und eine bessere Performance bei der Handhabung geschachtelter Gruppenhierarchien. Früher hat eine Suche nach Gruppen, denen ein User angehören könnte oder nicht, dazu geführt, dass Crowd Gruppen auf allen Ebenen durchgeht, eine nach der anderen. Das konnte signifikante Performance-Einbußen zur Folge haben.

Dank der technischen Optimierungen im Backend kann Crowd nun mehrere Gruppen schneller gleichzeitig abfragen (mit ein paar Einschränkungen). Diese Änderung bringt erhebliche Performance-Verbesserungen für die Nutzerauthentisierung, für Berechtigungsprüfungen und für die Ansicht der Nutzergruppen mit sich.

Eine Plattform für die Zukunft

Das Release 4.0 ist auch ein Ergebnis der kontinuierlichen Zusage seitens Atlassian, dass Crowd dauerhaft alle modernen Anforderungen an die Infrastruktur der Kunden unterstützt. Entsprechend der neuen Oracle Java licensing and release strategy wird nun Java SE 11 als jüngste Long-Term-Support-Version (LTS) unterstützt. LTS-Version werden alle drei Jahre veröffentlicht; sie haben eine deutlich längere Lebensspanne als normale Short-Term-Support-Releases (STS), wodurch Kunden auch erheblich länger Zugriff auf Updates und Bugfixes erhalten. Crowd 4 bietet außerdem Support für Microsoft SQL Server 2017.

Vom Datenbank- und Infrastruktur-Support abgesehen, gibt es zudem einen neuen Weg, um Crowd aufzusetzen und zu betreiben: Atlassian liefert direkt Docker-Container-Images mit. Indem Kunden sich beim Deployment von Crowd Server oder Crowd Data Center Docker zunutze machen, können sie den Overhead, der bei der Bereitstellung, bei der Aktualisierung und bei der Wartung der Instanzen entsteht, deutlich reduzieren und agiler auf Anforderungsänderungen (beispielsweise im Hinblick auf Skalierungsfragen) reagieren.

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Atlassian Crowd 4 unterstützt neue Plattformen, fußt auf einem technisch modernisierten Fundament und bringt neue Features mit, die mehr Flexibilität und eine effizientere Skalierung versprechen, ohne die Performance zu opfern.

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