Effiziente Videokonferenzen mit Google Meet – Sicherheit, Verschlüsselung und neue Features

Video-Meetings in schlechter Qualität – wir alle kennen das. Aktuell scheint es (Überraschung!) sogar noch häufiger vorzukommen als sonst. Natürlich möchte niemand, dass die eigene Stimme für die anderen so verzerrt und abgehackt wie ein Roboter klingt, dass zeitversetzt eintreffende Audio- und Bildsignale für Irritationen sorgen oder dass der geteilte Bildschirm mit den Folien einer Präsentation immer wieder einfriert. Und dann gibt es da natürlich noch Sicherheits- und Datenschutzfragen, die vor allem die IT- oder Compliance-Teams in den Unternehmen brennend interessieren.

Sie brauchen also das richtige Tool, das Ihnen eine möglichst hohe Sicherheit bietet und mit einer guten Usability Ihre Video-Meetings vor keine zusätzlichen Hürden stellt. Haben Sie schon einmal Google Meet ausprobiert? Wenn Sie häufiger unseren Blog lesen, haben Sie auch schon häufiger die einzelnen Tools der Google G Suite und ihre Features kennengelernt – und vermutlich auch selbst schon genutzt.

In diesem Artikel wollen wir uns mal auf die Sicherheitsaspekte von Google Meet fokussieren und einen Blick auf die relevanten Features werfen.

Google Meet - Sicherheit bei Videokonferenzen

Die Sicherheit von Video-Meetings hat höchste Priorität.

Proaktiver Schutz vor ungebetenen Gästen

Die wichtigste Nachricht gleich vorneweg: Für alle Calls in Google Meet sind die Sicherheitsmodule der G Suite standardmäßig aktiviert, wie Karthik Lakshminarayanan und Smita Hashim in ihrem Google-Blogpost vom 7. April 2020 erläutern.

Dagegen, dass unerwünschte "Gäste" in eine Videokonferenz hineinplatzen, hat Google einige sehr wirksame Schutzmechanismen implementiert. Jedes Videomeeting hat eine ID aus zehn Zeichen, um den Call aufzurufen. Diese ID wird auch erst 15 Minuten vor dem Termin aktiviert, sodass das Zeitfenster für eine Brute-Force-Attacke eng begrenzt ist.

Sollen Externe an der Videokonferenz teilnehmen, müssen diese personalisiert zu dem Termin eingeladen sein – entweder direkt über die Kalender-Einladung oder durch eingeloggte interne Personen. Ohne eine entsprechende Einladung muss ein externer Teilnehmer direkt im Meeting "anklopfen", wobei solche Anfragen nur von einem Mitglied des veranstaltenden  Unternehmens bestätigt werden können.

Sicherheits-Features für große Meetings

Zum einen haben wir also die Sicherheitsvorkehrung, dass Externe nur von der Person hinzugefügt werden können, die das Meeting hostet bzw. erstellt hat oder zu der der Google Kalender gehört. Zum anderen kann auch nur diese Person andere teilnehmende Leute stummschalten oder auch vom Meeting ausschließen.

Unser Tipp für noch mehr Sicherheit: Bleiben Sie als organisierende oder hostende Partei bis zuletzt im Meeting-Raum. Sobald die letzte Person den Call verlässt, kann niemand wieder in dieses Meeting eintreten. Sind Sie also bis zum Schluss online, können Sie sehen, ob jemand erneut ins Meeting eintritt, vielleicht wegen einer Rückfrage. Passiert dies nicht, können Sie den Raum dann beruhigt verlassen.

Verschlüsselung für eine sichere Remote-Abstimmung

Um Angriffsflächen zu minimieren, läuft Google Meet vollständig über Ihren Browser. Es sind keine Plugins oder Dritt-Tools nötig, die womöglich zusätzliche Sicherheitslücken eröffnen würden. Die G Suite unterstützt eine Zwei-Faktor-Authentisierung der teilnehmenden Personen. Um zusätzlichen Schutz zu schaffen, können User sich für das Advanced Protection Program anmelden: Damit erhalten ihre Daten und Zugänge die stärkstmögliche Sicherung. Diese erweiterte Schutzebene wurde speziell für Accounts geschaffen, die hohen Risiken (beispielsweise durch Online-Angriffe) ausgesetzt sind.

Übrigens werden alle Calls in Google Meet nativ verschlüsselt. Diese Verschlüsselung entspricht den IETF-Sicherheitsstandards DTLS und SRTP. Bei jedem Meeting wird die Verschlüsselung durch einen neu erstellen und kurzlebigen Schlüssel gewährleistet und Sie profitieren von der gesamten Sicherheitsinfrastruktur der G Suite.

Neue Features für eine höhere Meeting-Qualität

Die Technologien für Video-Meetings sind aktuell dem wohl größten Stresstest in der Geschichte ausgesetzt. Zahllose Teams auf der ganzen Welt nutzen Meet in kleinen und großen Runden für ihre tägliche Abstimmung – und Aspekte, die bisher vielleicht gar nicht gefehlt haben, werden nun wichtig. Daher hat Google die erweiterten Einstellungen für Google Meet nun allen Nutzern zur Verfügung gestellt und noch weitere Features oben drauf gelegt.

Jetzt können Sie bis zu 16 Teilnehmende gleichzeitig in der Kachelansicht sehen. Für eine bestmögliche Qualität der Audio- und Videoübertragung beim Screensharing bietet Meet die neue Option, ein Chrome-Tab statt des gesamten Bildschirms oder Fensters zu teilen.

Apropos Audio- und Videoqualität: Hier hat Google einen neuen Lösungsansatz, bei dem die KI als Helfer zur Seite steht. Gerade im Home-Office-Umfeld, aber auch in manchen Büroräumen sind die Lichtverhältnisse nicht ideal: Eine Lampe scheint grell in die Webcam, die Sonne malt ein Schattenspiel auf unser Gesicht oder Räume sind einfach zu dunkel. In solchen Fällen sorgt nun bald künstliche Intelligenz dafür, die Beleuchtung der Videoübertragung zu optimieren.

Hinzu kommt die Möglichkeit, Geräusche wie den Straßenverkehr, andere Gespräche oder lärmende Kinder im Hintergrund und ähnliche Signale herauszufiltern. Damit dürften Videomeetings bald noch fokussierter und störungsärmer ablaufen.

Eine moderne Lösung für eine moderne Zusammenarbeit

Durchdachte Sicherheitsmechanismen und native Verschlüsselung, klar verständliche Audio- und hochauflösende Videosignale, eine gute Usability beim Aufsetzen eines Calls, eine Integration mit weiteren Office-Tools wie dem Kalender – das brauchen Unternehmen für eine effiziente Remote-Abstimmung in verteilten Teams oder auch mit Externen, und das bietet Google Meet.

Starten Sie doch einfach einen unverbindlichen und kostenfreien 30-Tage-Test der Google G Suite! Bei Fragen rund um die Lösung und ihre Einführung stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Seite.

Weiterführende Informationen

Digitaler Google Enterprise Day am 4. Juni 2020: Moderne Infrastruktur und flexible Zusammenarbeit im Fokus
Schnelle Kommunikation in Agenturen: Chat- und Meetinglösungen mit der Google G Suite
Kosten-Nutzen-Analyse einer Einführung der Google G Suite
Google G Suite: Verteilte Meetings mit Hangouts Meet