Neu in Confluence: Automatisierung mit Webhooks und mehr

Mit dem gerade ausgelieferten Release 7.7 von Confluence für Server und Data Center hat Atlassian einige wirklich interessante und hilfreiche Funktionalitäten bereitgestellt. Hier sind die wichtigsten Features der neuen Version im Überblick.

Automatisierung mit Webhooks

Die Automatisierung wichtiger Geschäftsaufgaben ist mit Confluence nun ein Stück einfacher geworden. Webhooks ermöglichen es, dass eine Anwendung die andere in Echtzeit benachrichtigt, wenn ein bestimmtes Ereignis auftritt.

Beispielsweise könnte ein Team einen Webhook nutzen, damit die Gruppenchat-Applikation automatisch einen neuen Kanal oder Raum erstellt, wenn in Confluence ein neuer Bereich für ein Team oder ein Projekt angelegt wird. Confluence "horcht" auf das Ereignis "Bereich erstellen" und schickt eine Nachricht an die URL, die von den Chat-Anwendung (dem Endpunkt) bereitgestellt wird.

Um hier Sicherheit zu gewährleisten, ist es möglich, ein "Secret" zu definieren, das genutzt wird, um jede Abfrage per Hash-basiertem Message Authentication Code (HMAC) zu signieren. Namen, Titel und andere Inhalte sind in den Ereignis-Nutzdaten nicht enthalten, sondern nur IDs.

Webhooks lassen sich für eine ganze Bandbreite von Events erstellen, beispielsweise:

  • wenn User oder Gruppen hinzugefügt oder entfernt werden,
  • wenn Inhalte erstellt oder aktualisiert werden,
  • wenn Content gelöscht oder wiederhergestellt wird.

Der Endpunkt kann ein webbasiertes Automatisierungs-Tool (wie IFTTT, Zapier, MS Flow usw.), ein Chat- oder CI-System oder auch eine selbst entwickelte Anwendung sein – die Möglichkeiten sind so vielfältig wie flexibel. Mehr Details zur Nutzung von Webhooks finden sich direkt bei Atlassian.

Confluence Webhooks

Reibungsarmes Editieren

Atlassian hat an den Confluence-Editor Hand angelegt und einige Probleme behoben, die immer mal wieder für frustrierende Momente gesorgt haben:

  • das Kopieren und Einfügen von Listen
  • die Navigation innerhalb von Tabellen
  • das Einfügen von Links
  • die Nutzung von Tastenkürzeln
  • das Ändern der Hintergrundfarbe von Zellen

Das Aussehen des Editors hat sich nicht verändert; alle Optimierungen sind im Hintergrund vorgenommen worden.

Neu-Indizierung ohne Downtime

Ein gesunder Suchindex ist essenziell für ein produktiv genutztes Confluence-System. Und falls etwas schiefgeht, kann der Neuaufbau des Suchindex sich als größere Unternehmung entpuppen – vor allem in großen Instanzen. Wenn Confluence in einem Cluster betrieben wird, sind zudem noch eine Reihe manueller Schritte nötig, um den neuen Index für alle Knoten aufzusetzen.

Mit Confluence Data Center 7.7 ist die Neugenerierung des Suchindex in einem Cluster komplikationslos. Atlassian hat die Zahl der erforderlichen Schritte reduziert und die Notwendigkeit der manuellen Dateibearbeitung abgeschafft. Wird der Index in einem Knoten neu gebaut, pflanzt Confluence diesen neuen Index automatisch auf alle anderen Knoten im Cluster fort. Dabei bietet die überarbeitete Oberfläche volle Sichtbarkeit auf den Prozess.

Confluence Data Center Indizierung

Die Neuindizierung von Confluence ist ein ressourcenintensives Vorhaben. Umso wichtiger ist es, die Performance-Auswirkungen auf die Teams in Grenzen zu halten. Eine gute Option besteht darin, den Load Balancer zu nutzen, um Traffic von dem Knoten, der die Neu-Indizierung durchführt, wegzulenken, sodass er seine Arbeit im Hintergrund tut, während der Rest des Clusters wie gewohnt funktioniert.

Mehr Kontrolle für Audit-Logs

Filterung nach Kategorien

Ereignisse im erweiterten Audit-Log von Confluence Data Center sind in Kategorien organisiert. Nun kann das Log noch einer oder mehreren dieser Kategorien gefiltert werden. So ist es beispielsweise möglich, bei Bedarf nur Sicherheits- und Authentifizierungsereignisse anzuzeigen.

Confluence Data Center Audit Logs

Filterung nach Zusammenfassung

Mit dem Summary-Filter können Administratoren noch tiefer in Audit-Log-Events einsteigen. Dieser Filter gestattet es, ganz spezifische Ereignisse anzusehen, beispielsweise die Erstellung einer Gruppe, eine Bearbeitung an einem Mail-Server oder Seitenexporte ins Word-Format.

Confluence Data Center Audit Logs

Konfiguration für die Log-Dateien

Ereignisse werden in eine Audit-Log-Datei im lokalen Home-Verzeichnis geschrieben. Diese Datei kann als zusätzliche Aufzeichnung und für die Integration mit Logging-Aggregationswerkzeugen von Drittanbietern genutzt werden. Bisher hat Confluence 100 Log-Dateien gespeichert. Dieses Limit ist nun je nach Bedarf nach oben oder nach unten anpassbar. (Die maximale Größe dieser Dateien liegt bei 100 MB.)

JIT-Provisionierung

Ein neues Enterprise-Feature ist die Just-in-time-Nutzerprovisionierung (JIT) für Confluence Data Center, die es ermöglicht, dass User automatisch erstellt und aktualisiert werden, wenn sie sich via Single-sign-on-Lösung (SAML oder OpenID Connect) in die Atlassian-Systeme einloggen. Nähere Informationen zur JIT-Provisierung bietet dieser Blog-Beitrag.

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