Atlassian Bitbucket: Neue Features für die Software-Entwicklung mit Git

Bitbucket, die Git-Repository-Managementlösung von Atlassian, wird nicht nur in der Cloud-Version schnell und kontinuierlich weiterentwickelt, sondern auch in der On-premise-Option Bitbucket Data Center. Hier gibt es im Monatstakt Releases mit neuen Features, Optimierungen und Bugfixes. Wir werfen mal einen Blick auf die mit den letzten Versionen ausgelieferten Neuerungen.

Erweiterte Integration mit Jira Cloud

Bitbucket Data Center kann zusätzliche Entwicklungsinformationen an eine Jira-Cloud-Instanz senden. Die neue Integration mit Jira Cloud erlaubt es Bitbucket, nicht nur Detailinformationen zu Branches, Commits und Pull-Requests zu senden. Sie ermöglicht auch Zugang zu neuen Automatisierungs- und Reporting-Funktionen in Jira Cloud, zum Beispiel diesen:

  • Berechnung von Metriken der Durchlaufzeit, also der Zeit, die es vom ersten Commit in einem Branch bis zur Auslieferung in die Produktion braucht.
  • Verlinkte Bitbucket-Repositories werden im Code-Tab von Jira angezeigt und gewähren schnellen und einfachen Zugriff.
  • Anstoßen von Ereignissen per Automation for Jira. Dazu gehören "Branch erstellt", "Commit erstellt", "Pull-Request erstellt", "Pull-Request abgelehnt" und "Pull-Request gemergt".

Hier sind mehr Informationen über die Integration mit Jira Cloud.

Vorgabe zur Nutzung von Jira-Vorgängen in Commit-Nachrichten

Wenn wir Jira-Vorgänge zu Commit-Nachrichten hinzufügen, helfen Bitbucket und Jira uns, den Weg unserer Arbeit lückenlos nachzuverfolgen. Der neue Jira-Commit-Checker, der direkt in die Projekt- und Repository-Einstellungen integriert ist, stellt sicher, dass Commits tatsächlich Jira-Vorgänge enthalten. Administratoren können einfach Anforderungen für die Verifizierung von Jira-Issues konfigurieren, die jeder Commit erfüllen muss, wenn er in ein Repository gepusht wird.

Bitbucket Jira Issues Commit Messages

Verpflichtende Build-Merge-Checks

Continuous Integration ist ein fundamentaler Prozess zur Sicherstellung einer hohen Code-Qualität und zur Durchsetzung von Team- oder Unternehmensrichtlinien dahingehend, was in die Produktion gelangen kann. Und Letzteres ist oft nicht so einfach. Das liegt vor allem daran, dass die entsprechenden Kontrollen in unterschiedlichen Werkzeugen zu finden sind, was dazu führt, dass wir mit individuellen Tools, Skripten oder einer Kombination aus Plugins, die die integrierten Kontrollen bieten, hantieren müssen. Das Ergebnis ist ein operativer und wartungstechnischer Overhead für die Entwicklungsteams.

Hier ist die neue Möglichkeit hilfreich, in Bitbucket Build-Checks verpflichtend zu machen. Damit haben Repository-Admins mehr Flexibilität und Kontrolle über Pull-Requests, die in wichtige Ziel-Branches gemergt werden. Sie können festlegen, welche Builds Checks absolvieren müssen, ehe sie in spezifische Branches gemergt werden können, und welche Quell-Branches von diesen Checks ausgenommen werden sollen.

Bitbucket Merge Checks

Die Nutzung verpflichtender Builds ist ein einfacher, aber wirksamer Weg zur Sicherstellung von Richtlinien. Und da diese Regeln näher an den Entwicklungsteams sind, ist die Sichtbarkeit höher, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden. Dies wiederum ist eine Voraussetzung für schnellere Reaktionen zur Behebung damit zusammenhängender Probleme.

Kontrolle über Quell-Branches beim Mergen von Pull-Requests

Wenn wir uns gegen das versehentliche Löschen von Quell-Branches beim Mergen eines Pull-Requests absichern wollen, können wir eine neue Standardeinstellung wählen, die genau das verhindert. Die Seite "Branching model" heißt nun einfach "Branches" und bietet eine entsprechende Option, um das Löschen zu deaktivieren. Das ist auch die Voreinstellung.

Analyse der Pull-Request-Aktivität im Zeitverlauf

Die Bitbucket-Entwicklungsteams haben weiter an den Möglichkeiten der Daten-Pipeline geschraubt, die es ermöglicht, Bitbucket-Daten zu Analysezwecken zu exportieren und in ein externes BI-Tool einzuspielen. Damit Projekt- und Produktmanager oder Führungskräfte noch tiefer in die Daten einsteigen können, gibt es jetzt die zusätzliche Option zum Export historischer Pull-Request-Daten. Diese Datei enthält die Informationen, die wir in der Activity-Sektion des Tabs für die Pull-Request-Übersicht sehen.

Whitespace-Zeichen in Diffs

Sowohl in den vereinheitlichten als auch in den Side-by-side-Diffs sind jetzt Whitespace-Zeichen zu sehen. In den Ansichtseinstellungen für Diffs gibt es die entsprechende Einstellung.

Bitbucket Whitespace Diffs

Weitere Neuerungen

  • Admins können jetzt das Standardverhalten für die automatische Ablehnung inaktiver Pull-Requests ändern. Ob die Einstellung im Standard aktiviert ist, lässt sich festlegen, ohne die Verfügbarkeit des Features zu beeinträchtigen. Auch die voreingestellte Inaktivitätsperiode kann angepasst werden.
  • Es gibt in der neuen Bitbucket-Version die Option, Pull-Request-Beschreibungsvorlagen auf Repo-Ebene zu erstellen.
  • Admins haben die Möglichkeit, für die Daten-Pipeline regelmäßige Exporte zu planen und ihre Frequenz an die individuellen Anforderungen anzupassen.

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