Atlassian Cloud Mythbusting Teil 8: Das ist doch eh nur was für kleine Teams, oder?

Lang ist es her, seitdem Reinhard Mey “Über den Wolken” trällerte, und heute bewegen wir uns ganz selbstverständlich in verschiedenen Situationen “in der Cloud”. Doch was im privaten Bereich so einfach scheint, kann im Unternehmenskontext Gegenstand schwieriger Entscheidungen werden. Insbesondere dann, wenn es um sensible Themen wie Datenschutz oder Informationssicherheit im Allgemeinen geht. Und so verwundert es nicht, dass gerade in Deutschland viele Unternehmen, die eine Verlagerung ihres Betriebs in die Cloud in Erwägung ziehen, zunächst zögern. Fragen zu Themen wie Sicherheit und Leistung belasten und beeinflussen die Entscheidungsfindung stark.

Diese Bedenken sind verständlich, gab es doch in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen und Negativbeispiele. Grund genug also für Seibert Media, genauer hinzuschauen – und um einmal entschieden “Mythbusting” zu betreiben! Denn vieles von dem, was man über die Atlassian Cloud zu wissen scheint, trifft so nicht (mehr) zu.

Begleiten Sie uns bei unserer Reise zu den Wolken! In den vorangegangenen Artikeln haben wir uns mit Sicherheit, Performance, dem Duell zwischen Cloud- und Server-Apps, Veränderungsmanagement, Datenmanagement, Admin-Rollen und Verantwortlichkeiten und schlussendlich auch Anpassungen von Cloud-Instanzen beschäftigt. Wir haben Mythen alt aussehen lassen und Ihnen hoffentlich einige neue Erkenntnisse bescheren können. Im letzten Teil unserer Artikelserie geht es um die Skalierbarkeit. Denn natürlich sind Cloud-Lösungen nicht nur was für kleine fancy Teams!

Daher wünschen wir Ihnen auch dieses Mal wieder: Viel Spaß beim Lesen und “mythbusten”!


Groß, größer, Cloud oder: Warum Ihr Unternehmen in der Cloud so groß werden kann, wie Sie wollen

Atlassian Cloud

Können Sie sich noch daran erinnern? Als Kind sagt man oft: “Wenn ich erstmal groß bin, dann…” – Generationen von Kindern sind mit diesem Spruch groß geworden, und Organisationen ähneln Kindern in dieser Hinsicht auf verblüffende Weise. Jedes Unternehmen möchte wachsen, doch wo dieses Wachstum genau passiert bzw. wie es genau aussieht, ist abhängig von der jeweiligen Organisation. Einige werden die Anzahl der Mitarbeiter*innen als Erfolgsmaßstab nehmen, wieder andere den Umsatz oder den Gewinn.

Wenn man sich auf die Suche nach einem Software- oder Service-Anbieter macht, müssen Organisationen immer im Blick haben, dass diese Software oder Services auch skalierbar sein müssen – es wäre kurzsichtig, nur die aktuellen Zahlen als Grundlage zu verwenden. Schließlich möchte man auch in zwei oder fünf Jahren noch erfolgreich und handlungsfähig sein. Die fortschrittlichsten Unternehmen erstellen Prognosen, wo sie in fünf, zehn oder sogar in 30 Jahren stehen werden. Schließlich wollen alle wachsen – und wenn eine Software kein Wachstum zulässt, ist sie kaum die richtige, auch wenn wir noch eher klein sind.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn es also darum geht, Programme und Systeme für Projektmanagement und Issue Tracking auszuwählen, ist es wichtig, genau hinzuschauen, welche davon skalierbar sind. Das gilt ebenso für andere Software, seien es interne Wikis oder Service-Management-Tools.

Und da gibt es eine gute Nachricht: Atlassian bietet für all diese Aufgaben Lösungen! Ja, die Atlassian Cloud unterstützt große Unternehmen. Und ja, sie ist darauf ausgelegt, mit Ihrem Unternehmen zu wachsen. Und ein drittes Ja – auch Tausende User sind kein Problem für Atlassian Software.

Die nachfolgenden Mythen sind daher vielleicht einfach “Altlasten” aus den Zeiten, als nur kleine Teams sich trauten, das neue, unbekannte Ding namens “Cloud” zu erobern. Heute, wo mehr und mehr Unternehmen in die Cloud gehen, hat sich vieles überholt. Aber schauen wir einfach nochmal genauer hin!

Atlassian Cloud

Mythos #1: Die Cloud ist nur was für kleine Teams

80 % der Fortune 500 Unternehmen haben ein Atlassian Cloud Deployment. Das umfasst über 10 Millionen User. Dazu kommen über 170.000 Kunden in 190 Ländern – nur für die Atlassian Cloud!

Unter den großen Unternehmen, die die Atlassian Cloud nutzen, finden sich Namen wie Redfin, Afterpay, Dropbox und Rockwell Automation. Reicht Ihnen das, um den Mythos zu zerstreuen, dass in der Cloud nur kleine Teams erfolgreich werkeln können? Aber lassen Sie uns ruhig mal schauen, wie die Atlassian Cloud sich auf Konzern-Level schlägt – am Beispiel von Redfin und Rockwell Automation.

Redfin oder: Skalierbarkeit par excellence

Steigen wir doch mit einem Zitat von Evan Lerer, Entwicklungsleiter bei Redfin, ein:

“Wir haben viel zu viel Zeit auf unsere eigene Infrastruktur verwendet. Dabei würde ich viel lieber Neues bauen, das uns dabei hilft, voranzukommen, als alte Dinge einfach nur am Laufen zu halten… Ganz ehrlich: Es ist eine absolute Verschwendung von Zeit und Geld, wenn unsere Ingenieur*innen und IT-Profis unsere On-Premise-Systeme verwalten müssen. Wenn es ein Unternehmen gibt, das schon hervorragende Produkte hat, die wir bisher mühsam selbst verwalten – warum sollten wir den Ball nicht dorthin abspielen? Auf diese Art und Weise können wir uns auf die Dinge konzentrieren, in denen wir richtig gut sind und die einen Mehrwert generieren, und gleichzeitig die mühsamen Wartungsarbeiten reduzieren.”

Als Redfin noch am Anfang war, konnten die Teams alle Tools nutzen, die sie wollten – das war absolut kein Problem, schließlich war es zu diesem Zeitpunkt ein kleines Unternehmen. Aber die Zeit verging, und irgendwann musste die Entscheidung für EIN Tool getroffen werden. Die Wahl fiel auf Jira und Confluence. Zunächst wurde eine On-Premise-Lösung genutzt, doch sobald die Cloud-Lösung verfügbar war, war der Umzug eine beschlossene Sache. Redfin gehört damit zu den Pionieren der Unternehmen, die in die Cloud gingen. Und wurde dafür belohnt: Durch den Umstieg konnte Redfin über 60.000 Dollar an Lizenz- und Wartungskosten einsparen. Doch alle guten Dinge müssen leider irgendwann ein Ende haben.

In diesen Zeiten unterstützte die Atlassian Cloud nur bis zu 1.000 User. Zu wenig für Redfin. Also entschied man sich für einen weiteren Wechsel, nämlich zu Data Center. Dies war zwar zunächst eine unbefriedigende Lösung, aber Redfin setzte darauf, dass die Atlassian Cloud über kurz oder lang für größere Nutzer*innen-Zahlen verfügbar werden würde – und behielt recht. (Klar, dass sie dann wieder in die Cloud umzogen!)

Aktuell hat Redfin mehr als 1.000 Jira-Nutzer*innen und profitiert von einem durch und durch agilen Ansatz: All ihre Entwicklungsteams arbeiten in Jira und derzeit sind sie dabei, ihre Dokumentation in Confluence zu bereinigen.

Lassen Sie uns mit einem weiteren Zitat von Evan Lerer schließen:

“Eine Menge Leute, auch ich, arbeiten hier bei Redfin für unsere Mission und unsere Werte. Es geht nicht nur darum, coole Technologien zu entwickeln. Es geht darum, den Kunden wirklich zu helfen. Das ist der Hauptgrund für die technischen Verbesserungen, die wir vornehmen. Wir haben große Konkurrenten, und wir müssen klug entscheiden, welche Technologien wir einsetzen und wofür wir unsere Zeit nutzen. Wir vertrauen darauf, dass Atlassian unser Team dabei unterstützt, erstklassige Produkte zu liefern, die Immobilien im Sinne des Kunden neu definieren."

Rockwell Automation

Fünftausend Nutzer*innen. In Zahlen also: 5.000. Rockwell Automation ist ein echter Indikator für das Potenzial der Atlassian Cloud. Lassen Sie uns einen genaueren Blick darauf werfen.

Vieles von dem, was Rockwell tut, sieht niemand. Automatisierung, Anwendungen und Systeme von Rockwell führen zu Verbesserungen bei Effizienz, Qualität, Sicherheit, Einsparungen und mehr. Das Unternehmen ist über 120 Jahre alt und hat im Laufe seiner Geschichte einige veraltete, serverbasierte Engineering-Tools übernommen, die die Produktivität und Zusammenarbeit zunehmend behinderten.

Rockwell entschied sich daher für die Cloud und führte Jira und Confluence Cloud sowie Atlassian Access ein. Seitdem konnte das Unternehmen seinen Wartungsaufwand um 90 % reduzieren. Dazu Jim Tompkins, Programm-Manager bei Rockwell:

"Wir haben über 1 Million Dollar für die Entwicklung von Schulungen für unser vorheriges Tool ausgegeben und keinen Nutzen daraus gezogen. Mit Jira haben wir nichts ausgegeben, weil es intuitiv ist und es schon so viel gibt."

Mythos #2: Die Cloud unterstützt die Komplexität von Unternehmen nicht

Wie Sie aus den beiden obigen Fällen sehen können, ist dieser Mythos einfach falsch. Redfin ist über die Jahre hinweg ohne Probleme weiter gewachsen. Rockwell Automation ist ein geschichtsträchtiges Unternehmen mit zweifellos komplexen Strukturen, doch die Atlassian Cloud passt perfekt zu dieser Komplexität. Hinzu kommt, dass Rockwell Automation immer wieder Unternehmen aufkauft, und mit diesen Unternehmen kommen auch wieder deren Tools… Die neuen Teams werden aber in die Lage versetzt, bei der Übernahme auf Atlassian Cloud umzusteigen und deren Vorteile zu nutzen.

Konzerne sind sicherlich eine Klasse für sich. Doch hat das einige sehr große Unternehmen und Konzerne nicht davon abgehalten, den Umstieg zu wagen und von der Atlassian Cloud zu profitieren.

Atlassian Cloud

Tools für Unternehmen

Wenn Ihr Unternehmen die Wartungskosten senken und sich auf das Kerngeschäft und seine Kernkompetenzen konzentrieren möchte, könnte Atlassian Cloud die richtige Wahl für Sie sein. Dies gilt natürlich nicht ohne Ausnahmen, da Banken oder Unternehmen des Gesundheitswesens vielleicht hinter einer Firewall bleiben möchten. Aus diesem Grund bietet Atlassian weiterhin seine Data-Center-Lösung an. Die Cloud ist jedoch eine Lösung, mit der Teams schnell einsatzbereit sein können. Wie Sie am Beispiel von Redfin sehen können, wechseln einige Teams sogar vom Rechenzentrum (wieder) in die Cloud, weil diese Vorteile bietet, die auch Data Center schlicht nicht bieten können.

Das war’s mit unserem Mythbusting!

Und damit wären wir am Ende unserer Artikelserie zu den Mythen über die Atlassian Cloud und was wirklich an ihnen dran ist angelangt. Wir hoffen, Sie hatten Spaß beim Lesen und haben wertvolle neue Erkenntnisse für sich gewinnen können. Und wenn wir dabei helfen konnten, dass Sie bei “Cloud” nun nicht mehr automatisch an bedrohliche Unwetterwolken denken müssen, würde uns das ganz besonders freuen!

Nächste Woche geht es übrigens weiter: Dann liefern wir Ihnen fünf gute Gründe, warum sich ein Umstieg in die Cloud auch für Ihr Unternehmen lohnen könnte. Bleiben Sie uns gewogen und lesen Sie gerne nächste Woche wieder mit – wir freuen uns auch über Lob, Anregungen und Kritik!

Sie brauchen mehr Infos zur Cloud oder etwas ganz anderes?

Als Atlassian Platinum Partner stehen wir Ihnen gerne zur Seite, wenn Sie die Cloud ausprobieren möchten oder einfach nur Beratung benötigen. Sprechen Sie uns an!

Weiterführende Infos

Atlassian Cloud Mythbusting Teil 1: Wie steht’s denn mit der Sicherheit?
Atlassian Cloud Mythbusting Teil 2: Gibt’s da nicht ständig Performance-Probleme?
Atlassian Cloud Mythbusting Teil 3: Finde ich meine benötigten Server-Apps überhaupt in der Cloud?
Atlassian Cloud Mythbusting Teil 4: Wie, ich soll da was verändern (an meinem Change-Management)?
Atlassian Cloud Mythbusting Teil 5: Woher weiß ich, was mit meinen Daten passiert?
Atlassian Cloud Mythbusting Teil 6: Lösen sich meine Admins in Schall und Rauch auf?
Atlassian Cloud Mythbusting Teil 7: Da gibt’s doch nur unflexiblen Einheitsbrei von der Stange?