Warum Remote-Zusammenarbeit die Zukunft ist – und wie sich Unternehmen aufstellen sollten

Hohe Produktivität, geringe Fluktuation, wenig Stress, ein großer Talentpool, gesenkte Bürokosten, eine bessere Work-Life-Balance. Wenn man die Vorteile der Remote-Zusammenarbeit auflistet, kommen eine ganze Menge positive Punkte zusammen – sowohl aus Sicht der Unternehmen als auch aus der Perspektive der Mitarbeiter*innen.

Und hier geht es nicht um gefühlte Vorzüge, sondern um belegte Tatsachen, denn die Daten sprechen eine eindeutige Sprache. Im Jahr 2019 haben zwei Drittel aller Büroangestellten angegeben, davon überzeugt zu sein, dass die physische Anwesenheit im Office im Jahr 2030 obsolet sein wird. Rund ein Viertel hat schonmal eine Stelle gekündigt, weil es keine Option zur Remote-Arbeit gab. Und das ist nur ein Schnappschuss der Lage vor der Pandemie, die bekanntlich zu einer beispiellosen Zunahme von Remote-Konstellationen geführt hat.

Organisationen, die meinen, dass sie nach der Pandemie ohne Weiteres wieder zum alten Status quo der Präsenzpflicht zurückkehren können, werden dafür gravierende Wettbewerbsnachteile in Kauf nehmen und dabei zusehen müssen, wie modern aufgestellte Konkurrenzunternehmen sie durch produktivere, zufriedenere Mitarbeiter*innen, durch bessere Chancen bei Talenten und durch mehr Dynamikrobustheit zunehmend ausstechen.

Remote-Arbeit und die Produktivität

Erhöht die Möglichkeit der Remote-Arbeit die Produktivität? Eine Stanford-Studie bejaht das eindeutig. Ihr zufolge sind Remote-Mitarbeitende, die Cloud-Anwendungen nutzen, um 13 Prozent produktiver als ihre Kolleg*innen im Office.

Laut einer anderen Untersuchung stimmen 85 Prozent aller Unternehmen der Aussage zu, dass die Produktivität gestiegen sei, nachdem mehr Möglichkeiten geschaffen wurden, standortunabhängig zu arbeiten.

Remote-Arbeit und die Kosten

Die Produktivität mag teils schwierig zu messen und vor allem zu beziffern sein, bei anderen Dingen ist es jedoch einfacher, konkrete Zahlen zu nennen. Büroraum, Ausstattung, Anzahl der Krankheitstage – bei all diesen Aspekten sind die Kosten rückläufig, wenn Organisationen Remote-Arbeit ermöglichen.

Eine Schätzung besagt, dass ein Unternehmen durch geringere Abwesenheitsraten und andere Kostensenkungen etwa 11.000 US-Dollar pro Mitarbeiter einspart, wenn dieser zur Hälfte remote arbeitet. Rechnen Sie das mal hoch auf ein ganzes Team oder mehrere Teams!

Remote-Arbeit Atlassian Cloud

Als Bonus profitieren die Remote-Mitarbeiter*innen, ohne dass das Unternehmen dafür Investitionen in ihre Zufriedenheit tätigen muss. Beispielsweise können Vollzeit-Remote-Angestellte in Gegenden mit geringeren Mieten und Lebenshaltungskosten wohnen und haben dadurch einen größeren finanziellen Spielraum, und das kostet den Arbeitgeber gar nichts. Nicht zu vergessen die Zeit- und Kosteneinsparungen durch den Wegfall der täglichen Pendelei.

Remote-Arbeit und der Talent-Pool

Es ist nur logisch, dass ein Unternehmen seine offenen Stellen besser besetzen kann, je größer der Talenpool ist, auf den es Zugriff hat. Wenn eine Organisation ihre Recruiting-Aktivitäten geographisch ausweiten kann und sich nicht nur auf die Stadt des Firmensitzes beschränken muss, ist dieser Pool natürlich ungleich größer.

Wenn Ihr Unternehmen in München angesiedelt ist, sind Sie nicht darauf angewiesen, Leute im Raum München zu rekrutieren. Sie müssen begehrte Fachkräfte nicht überzeugen oder durch zusätzliche finanzielle Anreize dazu bewegen, in Ihre Gegend zu ziehen, um bei Ihnen arbeiten zu können. Stattdessen hat die Organisation die Möglichkeit, überregional oder gar international nach Talenten Ausschau zu halten – der Standort einer Kandidatin bzw. eines Kandidaten spielt keine Rolle mehr, nur die Fähigkeiten zählen.

Remote-Arbeit und die Mitarbeiterzufriedenheit

Bei Remote-Mitarbeitenden ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zufrieden mit ihren Jobs sind, um 57 Prozent höher als bei Präsenzangestellten. Die Bereitschaft zu kündigen ist um 50 Prozent geringer, wenn Menschen von zu Hause aus arbeiten.

Die Gründe dafür sind naheliegend. Mehr Job-Flexibilität lässt mehr Raum für das Leben abseits der Arbeit. Eltern haben mehr Spielraum in Sachen Kinderbetreuung. Menschen können sich besser danach ausrichten, zu welchen Tageszeiten sie am leistungsfähigsten sind. Persönliche Termine wie Arztbesuche lassen sich problemlos mit dem Job vereinbaren.

Und auch die Arbeitsplatzqualität ist ein wichtiger Faktor für die Gesamtbetrachtung. Das Homeoffice ist meist leiser, bequemer und weniger störungsanfällig als das vollbesetzte Büro. In einer solchen Umgebung können Menschen konzentrierter und mit weniger Ablenkungen arbeiten. Alles in allem führen diese Voraussetzungen zu weniger Stress, einer besseren Work-Life-Balance und zufriedeneren Angestellten – und das bei gleich guten oder besseren Arbeitsergebnissen.

Die Zukunft der Arbeitswelt

Zugegeben: Die Arbeit im Homeoffice ist nicht jedermanns Sache und manche Leute tun sich auch nach zwei Jahren Corona noch schwer mit stark verteilten Konstellationen. Doch von denjenigen, die das Homeoffice als gute Möglichkeit für sich angenommen haben, geben 91 Prozent an, dass sie dies als langfristige Option ansehen und ungern zurück ins "Vorher" mit seiner physischen Präsenzpflicht gehen würden.

Und wenn die Pandemie den Unternehmen eine Lehre erteilt hat, dann die, dass Remote-Arbeit über Nacht zu einer Pflichtanforderung werden kann. Wer darauf nicht vorbereitet ist, könnte womöglich später einen hohen Preis zahlen müssen. Denn wer weiß schon, welche Szenarien die Zukunft mit sich bringt – von neuen Virusvarianten über Unwetterkatastrophen bis zum Gebäudebrand?

Selbst wenn ein Unternehmen bisher keine Vollzeit-Remote-Konstellationen unterstützt, sollte es zu einer soliden Disaster-Recovery-Strategie gehören, auf überraschende neue Anforderungen schnell reagieren zu können und entsprechende Konzepte zugriffsbereit zu haben.

Doch vermutlich gibt es heute nur noch wenige Unternehmen, in denen Menschen nicht wenigstens teilweise remote arbeiten. Sie schauen im Urlaub, im Bus, beim Mittagessen in ihre Mails. Sie beantworten am Abend ein, zwei Fragen im Gruppenchat. Oder sie lesen am Wochenende kurz nach, was die Kolleg*innen zuletzt im Social Intranet gepostet haben. Remote-Arbeit ist (auch ohne Corona) nichts Seltenes oder Ungewöhnliches. Aber das ist ein weiterer Grund, sich als Unternehmen besser auf solche Konstellationen einzustellen, denn wenn die Organisation diese Form der Arbeit nicht systematisch unterstützt, entstehen unnötige Sicherheitsrisiken und unproduktive Workarounds.

Die Chancen stehen nämlich gut, dass Mitarbeiter*innen, die zumindest in Teilen remote arbeiten, Cloud-Anwendungen verwenden, die nicht den Anforderungen des Unternehmens entsprechen und die nicht "offiziell" für die Arbeit vorgesehen sind. Es entsteht eine Schatten-IT, die der administrativen Kontrolle entzogen ist.

Wir alle nutzen Cloud-Software. Der Unterschied ist, dass Unternehmen, die dies intentional tun, auch intentional an die damit verbundenen Sicherheitsfragen herangehen.

Wie Cloud-Software die Remote-Zusammenarbeit unterstützt

Wenn Organisationen erkannt haben, dass Remote die Zukunft der Arbeit ist und dass die Vorteile dieses Ansatzes alle traditionalistischen Bedenken überwiegen, besteht der nächste Schritt darin, das Unternehmen gut für diese Zukunft aufzustellen. Das bedeutet auch: Wo cloud-basierte Software-Lösungen noch nicht offiziell unterstützt werden, besteht Handlungsbedarf.

Remote-Arbeit mit klassischen IT-Infrastrukturen und fest installierten Systemen hinter der Firewall möglichst reibungsarm zu ermöglichen, ist eine komplexes Jonglieren mit VPNs und virtuellen Maschinen, Zugriffsbeschränkungen und Effizienzhürden. Moderne Cloud-Lösungen wie die von Atlassian sind dagegen jederzeit von überall dort zugänglich, wo es eine Internetverbindung gibt.

Dazu kommen noch weitere entscheidende Vorteile:

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