Confluence-Themes: Die technische Anpassung von Confluence-Wikis

Dass ein Firmenwiki ohne angepasstes Layout in vielen Fällen von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, haben wir hier schon mehrfach thematisiert: Ein Wiki im Corporate Design des Unternehmens fördert die Mitarbeiteraktivierung signifikant und unterstreicht die Bedeutung, die die Unternehmensführung dem Wiki beimisst. Zudem sind je nach Kundenwunsch individuelle Anpassungen bestimmter Bereiche nötig, häufig sind funktionale Einheiten (z.B. die Sidebar) zu versetzen bzw. zusätzliche Elemente aus Usability-Gründen zu implementieren.

Doch wie funktioniert eine solche Layout-Anpassung eines Confluence-Wikis eigentlich technisch?

Auslieferung von Themes als Plugins

Die Confluence-Oberfläche wird über sog. Themes realisiert. Themes sind spezielle Oberflächen, die vom Confluence-Standard abweichen. Confluence bringt nativ zwar einige Themes mit, diese reichen jedoch nicht aus, um hohe und individuelle Anforderungen abzudecken.

//SEIBERT/MEDIA hat es sich zum Ziel gesetzt, individuelle Themes als Plugins auszuliefern, in denen die grundsätzlichen Anpassungen enthalten sind und die bequem und schnell über den Upload-Manager installiert werden können. Einmal gepackt, lässt sich das gesamte Theme im Optimalfall ohne Probleme auch auf kommende Confluence-Versionen aufspielen und ist somit updatesicher.

Es soll also eine möglichst große Versionsunabhängigkeit bei Updates der Wiki-Software erreicht werden: Man nimmt ein Confluence-Update vor, installiert anschließend das Plugin mit dem Theme und hat – so das Ziel – das Wiki in Sachen Design und Funktionalität sofort wieder auf den Stand wie zuvor gebracht.

In der Praxis kann es hier jedoch zu Herausforderungen kommen, schließlich kennt der Entwickler die künftige Confluence-Version nicht.

So ist es bei einem Versionssprung zu Problemen mit den Recently-updated-Makro gekommen: Die CSS-Klassen-Verschachtelung und -Bezeichner hatten sich geändert, und damit entsprach die Anzeige auf dem Dashboard nicht mehr den Kundenanforderungen. Im Einzelfall sind also trotz der Auslieferung als Plugin nach Updates kleine Reparaturen nötig.

//SEIBERT/MEDIA-Theme-Vorlage als Basis

//SEIBERT/MEDIA erstellt Confluence-Themes inzwischen auf der Basis eine Confluence-Standard-Themes, das grundsätzlich nötige Anpassungen und Optimierungen bereits enthält. Das erleichtert und beschleunigt die Implementierung.

Allerdings hängt der Aufwand immer von den individuellen Anforderungen des Kunden ab. Elemente und Funktionalitäten, die noch nicht im Standard-Theme enthalten sind, müssen natürlich jeweils neu erstellt und integriert werden. So sind kleinere Anpassungen gelegentlich trotzdem notwendig, da diverse Elemente Layout-technisch angepasst werden müssen.

Cross-Browser-Tests

In jedem Fall sind Tests mit den verschiedenen Browsern nötig. Für die modernen Browser werden Updates in immer kürzeren Abständen ausgeliefert, sodass das von //SEIBERT/MEDIA entwickelte Standard-Theme ständig Kompatibilitätstests unterzogen werden muss: Jeder Browser hat seine Eigenarten und interpretiert eigentlich standardisierten Code auf seine Weise. Hier gibt es Automatisierungsmöglichkeiten, doch ein gewisser Aufwand für diese Qualitätssicherung ist einzukalkulieren.

Herausforderung: Komplexe Anforderungen mit Makros umsetzen

Problematisch an der Confluence-Optimierung ist, dass dem Programmierer nur ein begrenzter Schatz an Templates zur Verfügung steht, die in das Theme integriert werden können: Es kommt häufiger vor, dass man auf einige Elemente nicht zugreifen kann bzw. dass sie sich nicht so verändern lassen, dass sie mit dem Theme gepackt werden können. Nur sog. Decoratoren als Templates lassen sich ins Theme integrieren.

Das hat den Nachteil, dass bestimmte Teilbereiche des Wikis nicht ohne weiteres verändert werden können, da sie nicht in den Decoratoren liegen. Dies macht die Anpassung manchmal etwas aufwendiger.

Aber auch komplexe Anpassungen lassen sich hervorragend mit eigenen Makros umsetzen, die je nach Anspruch den Funktionsumfang von Confluence erheblich erweitern können. Der Vorteil: Sie lassen sich wiederverwenden und auch von den Nutzern selbst unkompliziert in Wiki-Seiten einbinden.

Fazit

Die technische Umsetzung individueller Confluence-Layouts ist grundsätzlich keine besondere Schwierigkeit und kein Großprojekt. Allerdings muss der Entwickler an einigen Stellen gewisse Hürden überwinden und spezifische Lösungen finden, was im Einzelfall sicherlich zu einigen Stunden Mehraufwand führen kann.

Doch auf das sehr positive Kosten-Nutzen-Verhältnis eines vollständig angepassten Firmenwikis wirkt sich diese ggf. anfallende Zusatzarbeit höchstens marginal aus: Ein funktional und visuell individuell ausgestaltetes Wiki im Corporate Design des Unternehmens ist ein unschätzbarer Erfolgsfaktor im Hinblick auf die Mitarbeiteraktivierung, mit der der Erfolg eines Wikis steht oder fällt.

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