Programmieren an der Rudolf-Dietz-Schule in Wiesbaden

Programmierern gehört die Zukunft, und Industrie und Wirtschaft werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so viele Software-Entwickler und IT-Experten brauchen wie nie zuvor. Umso wichtiger ist es, im Hier und Heute Kinder und Jugendliche für diese tolle Berufung zu interessieren und zu begeistern.

Unser Beitrag dazu ist programmieren.de – im Zwei-Wochen-Rhythmus stattfindende Sessions, in denen wir Schülern modular das Programmieren beibringen. Aber warum die jungen Leute immer nur zu uns einladen? Wir könnten doch auch mal direkt zu ihnen hingehen!

Und so haben wir uns an einem Dienstag und einem Freitag Anfang November 2016 auf den Weg zur Rudolf-Dietz-Schule in Naurod/Wiesbaden gemacht, um in einer dritten und einer vierten Klasse mit unseren mitgebrachten Notebooks von programmieren.de jeweils eine Unterrichtsstunde mit Programmierkursen abzuhalten. Unser Ziel: Der Schule zeigen, dass mit einfachen Mitteln Programmierkurse auch für Schüler in Grundschulen umgesetzt werden können.

Meine Premiere als Unterrichtender im Klassenzimmer

Natürlich mussten wir erstmal versuchen, das Vertrauen der Knirpse zu gewinnen, und so fing mein Kollege Martin Seibert an, die Schülerinnen und Schüler mit allgemeinen Fragen zu Computer, Technik, Software und so weiter auf Betriebstemperatur zu bringen: Was ist Software? Welche großen Software-Firmen kennt ihr? Was macht ein Programmierer? Wer hat Facebook gegründet?

Wir waren erstaunt, was die Acht- bis Zehnjährigen schon alles wussten! Schnell sind wir gar nicht mehr zum Fragen gekommen und lieber auf die vielen Wortmeldungen – alle brav per Handzeichen – eingegangen.

So langsam war es dann aber an der Zeit, die Mädchen und Jungs selbst ans Werk gehen zu lassen – eine 45-minütige Schulstunde ist ja ruck-zuck vorbei. Auf den mitgebrachten Touchscreen-Laptops hatten wir schon code.org mit einem „Star Wars“-Kurs vorbereitet. Die Aufgabe bestand nun darin, den kleinen Roboter mithilfe von vorprogrammierten Bausteinen auf einen bestimmten Weg zu schicken, damit er Altmetall einsammelt.

BB-8 soll Altmetall finden.

Man nimmt per Drag & Drop den Befehl „bewege rechts“ auf und setzt ihn wie ein Puzzleteil an die anderen Befehle. Solch eine Kette an Bausteinen sieht dann wie folgt aus:

  • wenn Ausführen
  • bewege „rechts“
  • bewege „rechts“

Die Kids programmieren die Bewegungen des Roboters.

Anschließend wird auf „Ausführen“ gedrückt, und schon bewegt sich der Roboter nach dem definierten Muster über das Feld.

So einfach sich die Aufgabe für den Leser anhören mag, kam es schon hier zu unterschiedlichen Herausforderungen. Der Wissensstand der Grundschüler bezüglich des Umgangs mit der Maus oder dem Touchscreen war sofort sichtbar. Technik-affine Schüler tippten gleich wild auf dem Screen herum und teilten ihr Wissen mit den anderen: „Ey, das ist ja ein Touchscreen, schau mal!“ Und die eigenen Erfolge und Fortschritte in den Übungen wurden natürlich auch eifrig mit denen der anderen Zweiergruppen verglichen.

Wir von //SEIBERT/MEDIA mit vier Leuten betreuten zusammen mit der Rektorin Frau Kessler die gesamte Klasse. Und in so einer Klasse sind ganz schön viele Kinder, wenn man das mal aus der Lehrerperspektive sieht! So sprangen wir von Tisch zu Tisch und versuchten, die Schüler mit gezielten Fragen selbst auf die Lösung zu bringen. Ja, auch wir Nicht-Pädagogen holten alles aus uns raus. 😉

Beim kurzen Verschnaufen und dem Blick über die gesamte Gruppe war die Euphorie spürbar. Die Schüler erzielten schnell Erfolge und steuerten eigenständig die nächsten Lektionen an. Eine kurze Abstimmung mit dem Banknachbar, und schon wurde wieder losgeklickt. Wer nun gerade die Maus oder den Touchscreen steuern sollte, war zwar manchmal nicht abschließend geklärt – lustig anzusehen! Am Ende einigten sich die Partner aber doch immer und feierten rasch eine weitere gelöste Aufgabe.

Für die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Klassen hatten wir über die Kurs-Plattform noch Zertifikate ausgedruckt, die später von Frau Kessler verteilt wurden. Die Rektorin war begeistert von der Initiative und freute sich sichtlich darüber, dass die beiden Stunden so erfolgreich und reibungslos gelaufen sind.

Nun sind wir mal gespannt, ob wir für unsere zweiwöchentlich stattfindenden Events von programmieren.de neue Teilnehmer gewinnen konnten. 🙂

Weiterführende Infos:
Kinder und Jugendliche lernen bei //SEIBERT/MEDIA Programmieren
Computerspende von //SEIBERT/MEDIA an die Immanuel-Kant-Schule in Rüsselsheim
Azubis bei //SEIBERT/MEDIA finden gute Voraussetzungen für eine gute Ausbildung
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