Go for Gold: das 2. Honigschleudern bei Seibert Media

Unsere Bienen auf dem Seibert-Acker in Wiesbaden-Naurod stehen Biene Maja, Willi und den anderen emsigen Bewohner*innen der Klatschmohnwiese in nichts nach: Nachdem wir bereits im Juni dieses Jahres unseren ersten, eigenen Seibert-Honig ernten durften, haben unsere fleißigen Bienen über die letzten Wochen noch einmal alles gegeben und den Honigspeicher erneut gefüllt. Deshalb rief unser Imker Tom Junghans die nächste (und für dieses Jahr letzte) Honigernte aus – und das hieß: Honigschleudern, die Zweite!

Es dauerte nicht lange, da meldeten sich zahlreiche Kolleg*innen, um bei diesem Spektakel dabei zu sein. Nicht verwunderlich, denn sind wir mal ehrlich: Wie oft hat man die Gelegenheit, flüssiges Gold zu ernten?

Honigschleudern im Büro? Aus dem Headquarter wird ein Schleuderraum

Dazu funktionierte Tom kurzerhand das Headquarter in einen Schleuderraum um: Er baute die handbetriebene Wabenschleuder auf, legte das Entdecklungsgeschirr aus und – was am wichtigsten war – er stellte die “Honigräume” bereit. Denn: Diese enthalten den ganzen Honig, den die Bienen fein säuberlich mit einer Schicht Wachs “zugedeckelt” hatten.

Aufbau unserer Bienenstöcke

Um die Waben für den Schleudergang vorzubereiten, entfernten wir diese Schicht mit dem Entdecklungsgeschirr. Danach packten wir die Waben in den Schleuderkorb (Fassungsvermögen: vier Waben). Bevor es dann richtig und im wahrsten Sinne des Wortes rund ging, mussten die Waben zuerst noch “angeschleudert” werden. Dafür durften wir nur sehr vorsichtig kurbeln, um das Gewicht aus den Waben zu bekommen, ohne sie zu beschädigen. Anschließend drehten wir die Waben um und schleuderten – dieses Mal aber mit aller Kraft – weiter. Noch ein oder zwei Wiederholungen, fertig.

Imker Tom Junghans und Mitarbeiter*innen von Seibert Media beim Honigschleudern

Der Honig sammelte sich auf dem Boden der Wabenschleuder – allerdings noch mit Wachsresten. Um daraus eine klare, goldgelbe Flüssigkeit zu gewinnen, wurde der Honig noch durch drei Siebe gepresst. Danach war es dann endlich Zeit, heimlich vom leckeren Honig zu naschen!

Die Schleuder schabte Tom natürlich noch ordentlich aus – schließlich ist jedes Gramm Gold wertvoll. Diesmal konnten wir eine Ausbeute von knapp 20 Kilogramm einfahren. Und damit mehr als erwartet! Nun werden damit viele kleine Honiggläser gefüllt. Für unsere Kolleg*innen war die Honigernte wieder ein beeindruckendes Erlebnis – wir freuen uns schon aufs nächste Mal!

Acker & Ambrosia – unser abgefüllter Honig im Glas

Schon gewusst?

Zum Schluss haben wir noch einen kleinen DIY-Tipp für dich: Das Wachs, das sich im ersten Sieb gesammelt hatte, mussten wir regelmäßig abschöpfen, damit es sich nicht staut. Falls du es noch nicht wusstest: Diese Reste kannst du ebenfalls verwerten und daraus z. B. neue Mittelwände für die Waben und/oder Kerzen, Wachstücher und Kosmetik herstellen, wenn auch nur in kleinen Mengen.

Wir haben uns schon einmal im Unternehmen umgehört: Das Interesse an eigens hergestellten Kosmetikprodukten ist unter den Kolleg*innen groß. Und wer weiß – vielleicht ist das ja unser nächstes Projekt… 😉

Weiterführende Infos

Verköstigt und für lecker befunden: der erste Seibert-Honig der Seibert-Bienen vom Seibert-Acker
Völkerwanderung: Mit 100.000 Bienen zum Seibert-Acker
Sieben pflücken Mirabellen: Teambuilding und interne Kommunikation
“Tu mal lieber die Möhrchen” – Wie bekommt man mehr Nachhaltigkeit ins Unternehmen?