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Wie proaktive UX-Forschung aussieht

UX Design

Die meisten UX-Teams reagieren auf Fragen, die während des Design-Prozesses aufkommen: Können die User das, was wir bauen, erfolgreich nutzen? Allerdings berühren solche Fragen und Methoden wie Usability-Tests nur die Oberfläche der Nutzererlebnisse. Sie fokussieren sich darauf, das Nutzererlebnis einer ganz bestimmten Lösung glatt zu bügeln – egal, ob dies nun die beste Lösung ist oder nicht. Dagegen ergründet proaktive UX-Forschung erst einmal die Probleme, ehe über potenzielle Lösungen für die User nachgedacht wird.

Konsistenz im UX-Design ist der falsche Ansatz

UX Design

Wenn UX-Designer von Konsistenz sprechen, geht es im Kern darum, Uniformität herzustellen. Diese ist aber kein Usability-Allheilmittel, denn Konsistenz bezieht sich nur auf das Design – der Anwender bleibt meist außen vor. Statt Konsistenz anzustreben, sollten Teams besser über das gegenwärtige Wissen der Nutzer und ihre Vorerfahrungen nachdenken und damit die User-Perspektive in den Fokus rücken.

Das neue Nutzererlebnis von Jira

In den letzten Jahren hat Atlassian umfangreiches Kunden-Feedback gesammelt und ausgewertet, das einen gemeinsamen Tenor hat: Komplexität und Usability-Probleme sind die größten Herausforderungen für Teams, die Jira nutzen. Nun wird Jira in der Cloud-Version ein neues Design erhalten, die diese Probleme durch ein grundlegend überarbeitetes Nutzererlebnis beheben soll. Das umfassende Redesign soll Jira vereinfachen und Teams helfen, ihre Projekte effizient zu organisieren, zu finden und gemeinsam zu bearbeiten.

Unternehmen konkurrenzfähig machen, indem die Rolle des UX-Designs erweitert wird

Fachleute treffen Entscheidungen, die die Erlebnisse der Menschen beeinflussen, die ihre Produkte oder Dienste nutzen, selbst wenn es gar keine direkten Kunden des Unternehmens sind. Diese Entscheidungen können entweder frustrieren oder erfreuen. Menschen, die nie daran gedacht hätten, UX-Designer zu sein, bestimmen das nachgelagerte Nutzererlebnis – selbst wenn es sich um Triebwerks-Ingenieure handelt. Und aus diesem Bewusstsein um die Bedeutung von Experience-Design können Unternehmen Wettbewerbsvorteile ziehen, wie UX-Experte Jared Spool zeigt.

UX-Design: Wenn Randbedingungen herrschen, ist es ein Problem, das Problem zu sehen (Teil 2)

Wenn alles wie vorgesehen läuft, können unabhängige Systeme korrekt miteinander interagieren und zu einem reibungslosen Gesamtprozess führen. Was aber, wenn eine Randbedingung eintritt, die diese Interaktion stört, wie sie der Autor im ersten Teil des Artikels am Beispiel der Wartungsverzögerung eines Fluges beschrieben hat? Wie kann ein UX-Team in so einem Fall für ein angenehmes, flüssiges Kundenerlebnis sorgen? Dazu muss es über ein geeignetes Instrumentarium verfügen! Dieser zweite Teil knüpft nahtlos an die vorangegangenen Überlegungen an.

UX-Design: Wenn Randbedingungen herrschen, ist es ein Problem, das Problem zu sehen (Teil 1)

99% aller Flüge einer bestimmten Airline sind pünktlich, die Passagiere haben ein reibungsloses Kundenerlebnis. Was aber, wenn eine Randbedingung den Gesamtprozess aus den Angeln hebt – beispielsweise eine Verzögerung, weil eine Maschine zur Wartung muss? Während es relativ einfach ist, Prozesse, Prozeduren und unterstützende Tools für unabhängige Systeme zu designen, die zusammenarbeiten, hat das UX-Design im Hinblick auf Randbedingungen ein Level an Komplexität, für das die meisten Teams nicht gerüstet sind. Noch wichtiger: Sie haben nicht die Werkzeuge dafür.

Session-Timeout: Dekonstruktion einer gut gemeinten, aber schlecht designten Mikrointeraktion

“Ihre Sitzung ist abgelaufen.” Session-Timeouts, die eine solche Meldung ausgeben, sind sogenannte Mikrointeraktionen, für die es gute Gründe gibt, die aber oft schlecht und ohne Gedanken an das Nutzererlebnis realisiert sind: Entweder wird der User bei einer wichtigen Aufgabe unterbrochen oder er sieht sich einfach mit einer verwirrenden Störung konfrontiert. Und beides entspricht sicherlich nicht der Intention von Website-Teams. UX-Fachmann Jared Spool fragt, wie sie das hätten besser machen können.